Jan Philip Keller spielt Moritz Netenjakobs Komödie in der Concordia
In der Concordia in Wuppertal ist am Freitag, 9. Oktober 2026, die Komödie „Macho Man“ zu sehen. Die Bühnenfassung von Moritz Netenjakob basiert auf dessen gleichnamigem Roman und beschäftigt sich humorvoll mit Liebe, Rollenbildern und kulturellen Unterschieden.
Im Mittelpunkt steht Daniel, der mit einem modernen Verständnis von Partnerschaft aufgewachsen ist. Seine Erziehung hat ihn zu Respekt, Gleichberechtigung und einem offenen Umgang mit Gefühlen angehalten. Als seine Freundin die Beziehung beendet, beginnt Daniel jedoch an seiner bisherigen Haltung zu zweifeln.
Um Abstand zu gewinnen, reist er zu seinem besten Freund in die Türkei. Dort lernt er Aylin kennen, die sich entgegen seinen Erwartungen ausgerechnet für ihn interessiert. Aus der Begegnung entwickelt sich eine Beziehung, die Daniel nach seiner Rückkehr nach Deutschland vor neue Herausforderungen stellt. Vor allem das Zusammentreffen mit Aylins temperamentvoller türkischer Großfamilie führt ihn in zahlreiche Situationen, die seine Vorstellungen von Männlichkeit und gesellschaftlichen Rollen auf die Probe stellen.
Die Inszenierung verbindet die Beziehungsgeschichte mit Beobachtungen über kulturelle Unterschiede und die Frage, welche Erwartungen an Männer gestellt werden. Dabei werden auch typische Vorstellungen von Männlichkeit und unterschiedliche familiäre Prägungen aufgegriffen.
Eine Besonderheit der Produktion ist ihre Besetzung: Jan Philip Keller übernimmt sämtliche Rollen. Innerhalb kurzer Zeit wechselt er zwischen Daniel, Aylin, deren Familienmitgliedern, Freunden und weiteren Figuren. Die Inszenierung setzt damit auf schnelle Rollenwechsel und eine dynamische Erzählweise.
Die Vorstellung beginnt am Freitag um 19.30 Uhr in der Concordia, Werth 48. Karten kosten 27 Euro, ermäßigt 25 Euro.
„Macho Man“ als temporeiche Solo-Komödie in Wuppertal
Daniel H/CCA