Die Zahl der Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung ist in Wuppertal im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das Jugendamt leitete 2024 insgesamt rund 1.300 Prüfungen ein, nachdem es Hinweise auf mögliche Gefährdungen gegeben hatte. Im Jahr zuvor waren es noch 964 Verfahren.
Auch landesweit zeigt sich ein ähnlicher Trend: In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Verfahren um ein Viertel auf nahezu 68.000 Fälle.
In Wuppertal gehen die meisten Meldungen auf Hinweise von Polizei, Gerichten oder Staatsanwaltschaften zurück. Weitere Informationen stammen häufig von Lehrkräften, pädagogischem Personal sowie aus dem persönlichen Umfeld der Kinder, etwa von Nachbarn oder Bekannten. Etwa jeder zehnte Hinweis wird anonym abgegeben.
Die Auswertungen zeigen, dass Jungen und Mädchen in ähnlichem Umfang betroffen sind. Am häufigsten ermittelte das Jugendamt aufgrund von Vernachlässigung. Danach folgen Fälle psychischer und körperlicher Misshandlung.