Wuppertal. Die Modernisierung zentraler Frei- und Hallenbäder in Wuppertal nimmt konkrete Formen an. Der Sportausschuss hat mehrere Vorlagen zu Investitionen beraten und einstimmig unterstützt. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der am 7. Mai darüber abstimmen wird.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Freibades Mirke. Für die geplante Umgestaltung zu einem Naturfreibad mit biologischer Wasseraufbereitung wird eine Erhöhung des städtischen Eigenanteils erforderlich. Grund dafür sind zusätzliche Aufwendungen in Höhe von rund 270.000 Euro für Maßnahmen, die nicht durch Fördermittel gedeckt sind. Dazu zählen insbesondere die Herrichtung der Parkflächen unterhalb des Geländes gegenüber dem Teschemacher Hof sowie die Einrichtung von Fahrradabstellanlagen. Neben der Aufbereitung der Oberfläche sind Markierungs- und Pflasterarbeiten vorgesehen, außerdem sollen zusätzliche Abstellmöglichkeiten im Umfeld des Berufskollegs an der Kohlstraße geschaffen werden.
Die Finanzierung dieser Maßnahmen soll im Haushalt 2026 im Bereich der Sportförderung berücksichtigt werden. Mit der positiven Empfehlung bekräftigt der Ausschuss das Ziel, das Freibad gemeinsam mit dem Betreiberverein Pro Mirke zu einem modernen Freizeitstandort mit ergänzenden kulturellen Angeboten zu entwickeln.
Parallel dazu wurde die umfassende Sanierung des Stadtbades Uellendahl beschlossen. Für die Maßnahme sind Investitionen in Höhe von 4,7 Millionen Euro vorgesehen. Die Arbeiten machen eine Schließung der Einrichtung ab Herbst notwendig.
Die Auswirkungen auf den Rehasport gelten weiterhin als problematisch. Während der Bauphase sollen Ersatzangebote organisiert werden, um zumindest einen Teil der Kurse aufrechterhalten zu können. Die Stadt prüft entsprechende Ausweichmöglichkeiten und setzt dabei auch auf eine stärkere Einbindung des Stadtsportbundes, der zusätzliche Kapazitäten schaffen und Teilnehmer aufnehmen soll. Allerdings ist das Angebot an geeigneten Wasserflächen bereits jetzt stark begrenzt, sodass kurzfristige Lösungen nur eingeschränkt realisierbar sind.
Die Notwendigkeit der Sanierung des Stadtbades steht außer Frage. Technische Untersuchungen haben erhebliche Defizite aufgezeigt, darunter undichte Leitungen sowie veraltete Anlagen. Im weiteren Bauverlauf ist vorgesehen, das Schwimmerbecken sowie zentrale technische Einrichtungen wie Wasseraufbereitung, Lüftung und Sanitärbereiche grundlegend zu erneuern. Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte belaufen sich auf mehr als 5,7 Millionen Euro.