Nachwuchs bei den Vikunjas im Grünen Zoo

Copyright: Grüner Zoo Wuppertal

Am vergangenen Montag, den 18. August, wurde im Grünen Zoo ein Vikunja-Jungtier geboren. Bereits kurz nach der Geburt stand das Fohlen auf seinen dünnen Beinen.
Vikunjas sind Fluchttiere, für die es überlebenswichtig ist, unmittelbar nach der Geburt aufstehen und sogar schon rennen zu können. Das zeigte das Jungtier bereits, indem es in rasantem Tempo über die Anlage rannte und dabei spielerisch den Darwin-Nandus hinterher jagte.
Die kleinsten Vertreter der Kamele stammen aus den südamerikanischen Anden, wo sie in Höhenlagen von bis zu 5.000 Metern leben. Das Vikunja hat einen schlanken Körper und einen langen Hals, der Kopf ist klein und keilförmig, die Ohren schlank und spitz.

Eine anatomische Besonderheit im Vergleich zu anderen Neuweltkamelen sind die unteren Schneidezähne, die wie bei Nagetieren ständig nachwachsen – etwas Vergleichbares gibt es unter anderen Paarhufern nicht. Die einzige Nahrung, die Vikunjas zu sich nehmen, ist das harte, trockene Gras der Bergweiden – sie sind daher darauf angewiesen, täglich zu trinken.
Ihr seidenweiches Fell, das eine dichte Wärmedämmschicht für die eisigen Winternächte in großer Höhe bildet, machte sie in der Vergangenheit zu einem begehrten Ziel für Wilderer. Der Bestand der Tiere schrumpfte dadurch dramatisch und brachte sie Art an den Rand der Ausrottung. Doch dank umfangreicher Schutzmaßnahmen gelten Vikunjas heute nicht mehr als gefährdet.

Der Grüne Zoo Wuppertal beteiligt sich am Europäischen Ex-situ-Programm (EEP) der EAZA, das die Zucht und Haltung von Vikunjas in menschlicher Obhut koordiniert. Mit dem aktuellen Nachwuchs leistet der Zoo einen wichtigen Beitrag, den Erhalt dieser Tierart weiter zu sichern.

Das könnte Dich auch interessieren

Polizeieinsatz im Gartenhallenbad Langerfeld nach Handyaufnahmen und Softair-Waffe

Mehrere Einbrüche in Wuppertal, Remscheid und Solingen

Defekt an Ampelsteuerung verursachte Verkehrsbehinderungen am Briller Kreuz