Neuer Club „Relikt“ eröffnet an der Gathe in Wuppertal

Wjatscheslaw Argenberg/CCA



Betreiber René Kaiser setzt auf elektronische Musik, kulturelle Angebote und ein vielseitiges Veranstaltungskonzept

Wuppertal. An der Gathe 50 eröffnet am Samstagabend mit dem „Relikt“ ein neuer Club. Ab 22 Uhr können dort erstmals bis zu 199 Gäste feiern. Die Räume verteilen sich auf zwei Tanzflächen und mehrere Bars. Ein Rundlauf verbindet die verschiedenen Bereiche miteinander.

Zum Auftakt steht die Veranstaltung „Sound of Butan meets URVB“ auf dem Programm. Musikalisch liegt der Schwerpunkt auf Techno. Beteiligt sind auch langjährige Weggefährten von Betreiber René Kaiser aus dem früheren Butan-Club. Am Freitag, 17. Juli, folgt mit „Taltakt“ die erste eigene Veranstaltungsreihe des neuen Clubs. Für Samstag, 1. August, ist eine Aftershowparty der Talrabauken vorgesehen.

Bis Ende August soll ein weitgehend fester Veranstaltungsplan stehen. Freitags ist dauerhaft elektronische Musik vorgesehen. Unter der Woche sollen das Angebot unter anderem eine offene Bühne, kulturelle Veranstaltungen und ein Treffpunkt zum Austausch ergänzen. Für Samstage sind auch kommerziell ausgerichtete Formate geplant, die sowohl vom Club selbst als auch von externen Veranstaltern organisiert werden sollen.

Futuristische Gestaltung in Eigenarbeit

Bei der Gestaltung setzt das „Relikt“ auf eine futuristische Atmosphäre. Einrichtung und Beleuchtung wurden zu großen Teilen in Eigenarbeit entwickelt und umgesetzt. Kaiser möchte die Betriebskosten möglichst niedrig halten und damit auch seinen Unterstützern Rechnung tragen. Dieses Konzept soll sich nach Möglichkeit in moderaten Preisen für die Besucher widerspiegeln.

Der 36-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung in der Wuppertaler Clubszene. Er arbeitete über einen längeren Zeitraum im ehemaligen Butan-Club und organisierte bereits eigene Veranstaltungen. Sein Ziel ist es, mit dem „Relikt“ einen neuen Ort für das Nachtleben in Wuppertal zu schaffen.

Die Umsetzung des Projekts nahm mehrere Jahre in Anspruch. Nachdem die Finanzierung zunächst schwierig gewesen war, ergab sich 2020 die Möglichkeit, die Immobilie zu erwerben. In den folgenden sechs Jahren wurde die Location schrittweise zum Club ausgebaut.

Angebote für ein jüngeres Publikum geplant

Ein weiterer Schwerpunkt soll künftig auf jungen Besuchern liegen. Nach Ansicht des Betreibers hatte insbesondere die Generation, deren Jugendzeit von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie geprägt war, nur eingeschränkte Möglichkeiten, Clubkultur kennenzulernen.

Geplant sind deshalb auch Veranstaltungen am Donnerstagabend für Jugendliche ab 16 Jahren. Sie sollen jungen Menschen einen verantwortungsvollen Zugang zur Clubszene ermöglichen.

Mit der Eröffnung verbindet Kaiser zugleich die Hoffnung auf neue Impulse für das Umfeld der Gathe. Die Straße hatte früher eine größere Bedeutung als Zugang zur Innenstadt und als belebte Flaniermeile. Der neue Club soll dazu beitragen, wieder mehr Besucher aus der Innenstadt in diesen Teil Wuppertals zu ziehen.

Das wirtschaftliche Konzept ist nach Angaben des Betreibers nicht auf eine möglichst hohe Gewinnspanne ausgerichtet. Entscheidend sei ein tragfähiger Betrieb, bei dem die laufenden Kosten gedeckt werden und die Besucher einen gelungenen Abend erleben können.

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