Nordtürme der Historischen Stadthalle in Wuppertal werden gesichert

Öppel/CCA



Wuppertal – Die Historische Stadthalle in Wuppertal wird vor ihrer geplanten Sanierung weiter gesichert. Nachdem bereits die Südtürme mit Schutznetzen versehen wurden, müssen nun auch die beiden Nordtürme geschützt werden. Abbröckelnde Sandsteinfassadenteile könnten sonst Passanten gefährden. Besonders betroffen sind auch Fassadenbereiche über Eingängen und Verkehrswegen.

Die Fassade wird derzeit in Abständen von sechs Wochen von Experten überprüft. Ende Juli waren Teile eines Zierelements vom Süd-Ost-Turm abgefallen und in ein Blumenbeet gestürzt. Diese Stelle ist seither mit einem Bauzaun abgesichert. Das Gebäudemanagement rechnet damit, dass das Anbringen weiterer Netze etwa fünf Wochen dauern wird.

Für das kommende Jahr ist eine umfassende Sanierung der Stadthalle geplant. Die Stadt veranschlagt dafür mindestens 30 Millionen Euro und plant den Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2026. Die Finanzierung soll teilweise durch Bundesmittel unterstützt werden, die noch in diesem Jahr nach Wuppertal überwiesen werden sollen.

Die Historische Stadthalle gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt. Sie ist bekannt für ihre herausragende Akustik und beherbergt regelmäßig das Sinfonieorchester sowie das Tanz-Event Dance-Comp. Das zweigeschossige Gebäude mit Sandsteinfassade wurde im Stil der Neu-Renaissance errichtet und im Jahr 1900 eröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadthalle weitgehend unbeschädigt. Seit Jahren stellt jedoch die empfindliche Sandsteinfassade ein zentrales Problem für das Gebäudemanagement dar und erfordert fortlaufende Sicherungsmaßnahmen.

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