Der Ausbau der Solarenergie in Wuppertal hat im Jahr 2025 deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit neuen Anlagen im gesamten Stadtgebiet, erweiterten Kooperationsmodellen und ersten Quartierslösungen haben die Wuppertaler Stadtwerke den lokalen Beitrag zur Energiewende weiter gestärkt. Gleichzeitig rücken neue Geschäftsmodelle und integrierte Versorgungskonzepte stärker in den Mittelpunkt.
Im vergangenen Jahr nahmen die Wuppertaler Stadtwerke Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 6,8 Megawatt peak in Betrieb. Rund 3,4 Megawatt peak entfielen auf die Freiflächenanlage Siebeneick, weitere 3,4 Megawatt peak auf Kundenanlagen. Stadtweit wurden 2025 insgesamt 18,05 Megawatt peak neu installiert. Die aktive Photovoltaikleistung erhöhte sich damit auf 92,16 Megawatt peak. Der Zubau verlangsamt sich jedoch seit 2023 spürbar. Ohne die von den Stadtwerken realisierten Projekte wäre die neu installierte Leistung im Vergleich zu 2023 nahezu halbiert worden, was die wachsende Bedeutung kommunaler Akteure unterstreicht.
Zu den herausragenden Projekten zählen eine Photovoltaikanlage mit rund 200 Kilowatt peak auf dem Gebäude der ehemaligen Bundesbahndirektion sowie die Anlage auf dem Gelände der AWG-Bodenrecyclinganlage, die mit mehr als einem Megawatt peak erstmals diese Leistungsgröße im Stadtgebiet erreicht. Die Vorhaben zeigen, dass sowohl innerstädtische Dachflächen als auch industrielle Standorte ein erhebliches Potenzial für die Solarstromerzeugung bieten.
Ein zentraler Faktor für den Ausbau war die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, insbesondere mit dem Gebäudemanagement Wuppertal. Bereits umgesetzt wurden Anlagen unter anderem am Stadion und an der Bundesbahndirektion. Weitere Projekte auf städtischen Gebäuden befinden sich in Vorbereitung und sollen künftig verstärkt über Dachpachtmodelle und Stromabnahmeverträge realisiert werden.
Mit der Quartierslösung „Tal.Quartier Photovoltaik“ wurde 2025 erstmals ein gemeinschaftliches Versorgungskonzept umgesetzt. Am Standort Alte Dorfstraße werden inzwischen rund 70 Nutzer mit Solarstrom versorgt. Das Projekt verdeutlicht, wie Photovoltaik über einzelne Gebäude hinaus in ganzheitliche Energiekonzepte integriert werden kann. Weitere Quartiersprojekte sind in Planung.
Für 2026 richten die Stadtwerke den Fokus auf neue Betriebs- und Geschäftsmodelle. Geplant sind unter anderem Pachtlösungen für Dachanlagen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Stromabnahmeverträge für Gewerbebetriebe und größere Liegenschaften. Während sich Einfamilienhäuser vergleichsweise unkompliziert mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur ausstatten lassen, erfordert die Umsetzung in Mehrfamilienhäusern komplexe gemeinschaftliche Konzepte. In dicht bebauten Städten wie Wuppertal hängt der Fortschritt der Energiewende maßgeblich von tragfähigen Quartierslösungen ab.
Zudem soll die Energieerzeugung künftig stärker mit großen Batteriespeichern verknüpft werden. Durch den Einsatz von Großspeichern sollen Eigenverbrauchsquoten erhöht, Stromnetze entlastet und zusätzliche Flexibilitäten geschaffen werden. Erste Projekte mit solchen Energiespeichersystemen befinden sich bereits in konkreter Planung.
Photovoltaik-Ausbau in Wuppertal gewinnt an Dynamik
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