Politischer Eklat in Wuppertal: FDP verlässt Moschee-Beirat

Ditib Wuppertal

Der geplante Neubau der Ditib-Moschee an der Gathe ist seit Jahren ein kontroverses Thema in Wuppertal. Die Ditib-Gemeinde plant, ihr bisheriges Gebetshaus durch ein größeres, modernes Gebäude zu ersetzen. Neben einem Gebetsraum sollen auch Gemeinschafts- und Bildungsräume entstehen. Kritiker befürchten eine zu starke Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde Diyanet, während Befürworter den Bau als wichtigen Schritt für das religiöse und kulturelle Leben der Gemeinde sehen.

Jetzt gibt es in der Debatte um den Neubau der Ditib-Moschee an der Gathe neue Spannungen: FDP-Stadtverordneter Christoph Schirmer ist aus dem Beirat des Projekts ausgetreten. Seine Partei begründet den Schritt mit mangelnder Möglichkeit zur kritischen Diskussion.

Austritt aus dem Moschee-Beirat

Der Beirat wurde eingerichtet, um den Austausch zwischen der Stadt und der Ditib-Gemeinde zu begleiten. Schirmer kritisiert, dass der Beirat keine echte Debatte über das Bauprojekt zulasse und lediglich die Umsetzung des Vorhabens vorantreibe.

Die FDP hatte sich bereits in der Vergangenheit kritisch gegenüber dem Moscheebau geäußert. Sie sieht eine enge Verbindung zwischen Ditib und der türkischen Religionsbehörde Diyanet, was aus ihrer Sicht Fragen zur politischen Unabhängigkeit des Projekts aufwirft.

Vorfall mit Wolfsgruß thematisiert

Ein weiterer Punkt, der die FDP zu ihrem Austritt bewogen haben könnte, ist ein Vorfall aus dem Herbst 2024. Damals sollen Jugendliche innerhalb der Ditib-Gemeinde den sogenannten Wolfsgruß, ein Symbol türkischer Rechtsextremisten, gezeigt haben. Die Partei hatte diesen Vorfall bereits öffentlich thematisiert.

Wie geht es weiter?

Der Austritt aus dem Beirat hat zunächst keine direkten Auswirkungen auf das Bauprojekt. Die Ditib-Gemeinde plant weiterhin den Neubau an der Gathe, und im Stadtrat gibt es bisher keine Mehrheit für eine Verhinderung des Vorhabens. Ein Antrag der FDP zu diesem Thema wurde vertagt.

Vertreter der Ditib-Gemeinde haben sich bislang nicht öffentlich zu dem Austritt geäußert. Die Debatte um die Moschee bleibt jedoch weiterhin ein kontroverses Thema in der Stadtpolitik.

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