Wuppertal. Zum Beginn eines neuen Schuljahres summieren sich die Anschaffungen für Familien schnell. Neben Schulranzen oder Rucksack werden unter anderem Federmäppchen, Sporttaschen, Schultüten, Stifte, Hefte, Mappen, Blöcke und weitere Materialien benötigt. Je nach Ausstattung und Anspruch können die Kosten erheblich variieren. Ein Blick in Wuppertaler Geschäfte zeigt zudem, welche Produkte derzeit besonders gefragt sind.
Nachfrage zieht kurz vor Schulbeginn an
Bei Thalia in den City-Arkaden war die Nachfrage bereits zu Beginn der Ferien groß. In den vergangenen zwei Wochen sei es dagegen vergleichsweise ruhig gewesen, berichtet eine Mitarbeiterin. Mit dem Ende der Ferien werde jedoch wieder mit einem deutlichen Anstieg der Kundenzahl gerechnet.
Das Sortiment umfasst dort vor allem Schulbücher, Hefte, Blöcke, Mappen und Schreibwaren. Auch Schultüten und Etuis sind erhältlich, Schulranzen und Rucksäcke gehören dagegen nicht zum Angebot.
Bei den Schulmappen orientieren sich viele Familien an den Farbvorgaben der jeweiligen Schule. Bei den Schultüten sind neben klassischen Modellen auch kleinere Varianten gefragt. Sie beginnen bei 3,99 Euro und sind unter anderem mit Motiven aus bekannten Film- und Comicwelten erhältlich. Bei Etuis, Stiften und Heftern reicht das Angebot von farbenfrohen Designs bis zu zurückhaltenden Pastelltönen. Besonders gefragt sind derzeit Federmäppchen und Stifte mit Tiermotiven der Marke Legami.
Schulranzen kosten bis zu 300 Euro
Eine größere Auswahl an Schulbedarf bietet McPaper in den City-Arkaden. Dort beginnen die Preise für Etuis bei etwa acht Euro. Schulranzen liegen durchschnittlich zwischen 100 und 120 Euro. Bei den Motiven dominieren unter anderem Marvel-Superhelden, Figuren aus „Frozen“ und Fahrzeugdesigns. Für ältere Schüler gibt es schlichtere Rucksäcke ab rund 40 Euro. Schultüten kosten zwischen 4,50 und 20 Euro.
Noch höher ist das Preisniveau bei Hausfelder am Wall. Das Geschäft konzentriert sich auf Schulranzen und Rucksäcke. Schulranzen kosten dort durchschnittlich 250 bis 300 Euro, teilweise bereits reduziert. Für einen Rucksack müssen Familien etwa 130 Euro einkalkulieren.
Nach Angaben einer Mitarbeiterin sind die Vorlieben der Kinder in diesem Jahr unterschiedlich. Klassische Tornister würden zunehmend weniger nachgefragt, insbesondere von älteren Grundschülern. Stattdessen entschieden sich viele Kinder für Modelle in Rucksackform. Das Preisniveau habe sich gegenüber den vergangenen Jahren kaum verändert.
Schulwechsel kann 400 Euro kosten
Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen können, zeigt ein Besuch bei Müller. Ein erheblicher Teil der Verkaufsfläche ist dort mit Schreibwaren, Schulranzen, Rucksäcken, Sporttaschen und weiteren Artikeln für den Schulbeginn belegt.
Für Familien kann insbesondere der Wechsel auf eine weiterführende Schule teuer werden. Tiziana Schöneis kauft gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Tochter Greta die Ausstattung für das kommende Schuljahr ein. Greta wechselt nach den Ferien auf eine weiterführende Schule. Einen neuen schwarzen Rucksack hat sie bereits von ihren Großeltern erhalten, eine Sporttasche bekam sie von ihren Großeltern. Insgesamt belaufen sich die diesjährigen Ausgaben nach Angaben der Mutter dennoch auf etwa 200 Euro.
Noch umfangreicher fällt die Anschaffung bei Maria Aslichanidou und ihrem Sohn Leo aus. Für den Schulwechsel rechnet die Familie einschließlich eines neuen Rucksacks mit rund 400 Euro. Grundlage für die Einkäufe ist eine Materialliste der neuen Schule.
Besonders kritisch sieht Aslichanidou, die selbst als Lehrerin an einer Wuppertaler Schule in einem sozial benachteiligten Stadtteil arbeitet, die teilweise enthaltene Empfehlung, bestimmte Materialien von Markenherstellern zu kaufen. Für manche Familien sei bereits die Finanzierung der grundsätzlich erforderlichen Schulsachen schwierig. Zusätzliche Vorgaben für Markenprodukte könnten diese Haushalte weiter belasten.
Auch die Menge der benötigten Materialien sorgt bei ihr für Verwunderung. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung des Unterrichts erscheine es widersprüchlich, dass für den Schulwechsel weiterhin eine umfangreiche Ausstattung angeschafft werden müsse.
Schulstart in Wuppertal: Was Familien für die Ausstattung ausgeben
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