Wuppertal. Trotz eines bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr bleibt der Betrieb der Schwebebahn am kommenden Jubiläumswochenende uneingeschränkt bestehen. Auch der Busverkehr in der Stadt soll planmäßig stattfinden.
Die Gewerkschaft ver.di hat für Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026, Arbeitsniederlegungen in kommunalen Verkehrsunternehmen angekündigt, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Der Ausstand erstreckt sich jeweils über den gesamten Betriebstag von der Früh- bis zur Spätschicht. S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Maßnahmen nicht betroffen.
In Wuppertal wirkt sich der Warnstreik jedoch nicht auf die Schwebebahn aus. Nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke sind die Beschäftigten der zuständigen Betriebsgesellschaft im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Verkehrssystems nicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen worden. Damit kann das geplante Festprogramm ohne Einschränkungen umgesetzt werden.
Anlass der Feierlichkeiten ist ein historisches Datum: Am 1. März 1901 nahm die Schwebebahn offiziell den Fahrgastbetrieb auf. Zum Jubiläum ist vorgesehen, dass Bürger das Verkehrsmittel am Samstag und Sonntag, 28. Februar und 1. März, kostenfrei nutzen können. Entlang der Strecke sind zudem verschiedene Aktionen und Programmpunkte geplant, mit denen das traditionsreiche Wahrzeichen der Stadt gewürdigt werden soll.
Parallel dazu verfolgt die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde mehrere Forderungen. Dazu zählen eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine verbindliche Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Darüber hinaus wird eine Ausweitung tariflicher Regelungen auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobber angestrebt. Der Manteltarifvertrag soll eine Laufzeit von 24 Monaten erhalten.
Bereits beim ersten landesweiten Streiktag Anfang Februar beteiligten sich in Nordrhein-Westfalen nach Gewerkschaftsangaben rund 12.000 Beschäftigte aus mehr als 30 Betrieben an den Arbeitsniederlegungen.
Schwebebahn fährt trotz Warnstreiks – Jubiläumsfeierlichkeiten finden wie geplant statt
Wtotal/CCA