Skaterhalle in Wuppertal beantragt höhere städtische Förderung

Wtotal/CCA



Steigende Kosten setzen Wicked Woods unter Druck – Entscheidung über Zuschusserhöhung steht bevor

Wuppertal. Die Skatehalle Wicked Woods in Wuppertal sieht sich trotz stabiler Besucherzahlen mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Der Betreiber, die Wichernhaus Wuppertal gGmbH, hat daher eine Erhöhung des städtischen Zuschusses beantragt, um den Fortbestand der Einrichtung langfristig zu sichern.
Die Anlage an der Langobardenstraße, unmittelbar an der Nordbahntrasse gelegen, zählt seit mehr als 25 Jahren zu den etablierten Treffpunkten für BMX-, Skateboard-, Inline- und Scooter-Sportler. Ihre Bedeutung reicht über die Region hinaus, was sich zuletzt bei der Ausrichtung einer internationalen Scooter-Weltmeisterschaft mit Teilnehmern aus 21 Nationen zeigte.
Trotz dieser positiven Entwicklung bei der Auslastung gerät der Betrieb wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Insbesondere steigende Personal-, Instandhaltungs- und Energiekosten belasten das Budget erheblich. Die Energiekosten haben sich trotz bereits umgesetzter Sanierungsmaßnahmen und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien deutlich erhöht. Für das laufende Jahr wird ein Defizit von rund 36.000 Euro erwartet.
Um diese Lücke zu schließen, hat die Geschäftsführung im vergangenen Jahr eine Anhebung des kommunalen Zuschusses beantragt. Dieser soll von derzeit rund 112.000 Euro auf etwa 148.000 Euro steigen. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Kosten der Einrichtung auf rund 587.000 Euro.
Das Finanzierungsmodell der Skatehalle basiert auf drei zentralen Säulen: dem städtischen Zuschuss, Mitteln aus arbeitsmarktpolitischen Förderprogrammen sowie Einnahmen aus Eintrittsgeldern. Insbesondere der Einsatz von Beschäftigten im Rahmen des sogenannten zweiten Arbeitsmarkts spielt eine wichtige Rolle im laufenden Betrieb. Allerdings gelten auch diese Förderstrukturen zunehmend als unsicher.
Die Einnahmen aus dem laufenden Betrieb bewegen sich laut Betreiber auf einem konstant hohen Niveau. Eine Anhebung der Eintrittspreise wird derzeit nicht in Betracht gezogen, da der finanzielle Effekt als gering eingeschätzt wird und gleichzeitig ein Rückgang der Besucherzahlen befürchtet wird. Die vergleichsweise niedrigen Eintrittspreise gelten als wichtiger Faktor, um auch Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwächeren Haushalten den Zugang zu ermöglichen.
Über den Antrag auf Zuschusserhöhung wird Anfang Mai entschieden. Zunächst befasst sich der Finanzausschuss mit dem Anliegen, bevor der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen für die Jahre 2026 und 2027 eine endgültige Entscheidung trifft.
Die Skatehalle verzeichnet jährlich rund 25.000 Besucher, einschließlich Schulklassen. Die Nachfrage bleibt hoch, insbesondere auch in den Abendstunden. Der Betrieb läuft nahezu ganzjährig mit nur wenigen Schließtagen. Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung könnte jedoch mittelfristig eine Einschränkung des Angebots erforderlich werden.
Zudem zeichnen sich auf Bundesebene mögliche Kürzungen bei Fördermitteln ab, was die finanzielle Planung weiter erschwert. Angesichts insgesamt knapper werdender öffentlicher Haushaltsmittel wächst der Druck auf Einrichtungen wie Wicked Woods, ihre Finanzierung dauerhaft abzusichern.

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