Stadt Wuppertal aktiviert Baulücken in Langerfeld-Beyenburg

Daniel H/CCA



Eigentümer unbebauter Grundstücke werden angeschrieben

Die Stadt Wuppertal nimmt den Wohnungsbau in Langerfeld-Beyenburg stärker in den Blick. Eigentümer unbebauter Grundstücke erhalten derzeit Post von der Verwaltung. Ziel ist es, vorhandene Baulücken für den Wohnungsbau zu mobilisieren und neue Bauvorhaben möglichst innerhalb bereits erschlossener Siedlungsbereiche zu ermöglichen.

Hintergrund ist der im Baugesetzbuch verankerte Vorrang der Innenentwicklung. Bevor neue Flächen am Siedlungsrand erschlossen werden, sollen demnach vorhandene Flächen innerhalb bestehender Strukturen genutzt werden.

Für Langerfeld-Beyenburg hat die Stadt deshalb sämtliche Grundstücke erfasst, die grundsätzlich für eine Wohnbebauung infrage kommen. Die Ergebnisse sind in einem nicht öffentlich zugänglichen Baulückenkataster zusammengeführt worden.

Stadt bietet Beratung zur möglichen Bebauung an

Die angeschriebenen Grundstückseigentümer werden gebeten, in einem Fragebogen Angaben dazu zu machen, ob sie eine Bebauung ihrer Fläche in Betracht ziehen. Die Stadt verbindet die Abfrage mit einem Beratungsangebot. Mitarbeiter der Abteilung Stadtentwicklung informieren auf Wunsch über mögliche Bebauungs- und Ergänzungsmöglichkeiten.

Auch Eigentümer, die kein Anschreiben erhalten haben, können sich an dem Verfahren beteiligen. Über das Online-Angebot der Stadt unter www.wuppertal.de/bauluecken besteht die Möglichkeit, einen Fragebogen auszufüllen und eine Beratung zu einer möglichen baulichen Nutzung des Grundstücks anzufordern.

Abschluss eines stadtweiten Projekts

Die aktuelle Erhebung ist Teil eines stadtweiten Programms zur Aktivierung von Baulücken. Den Auftakt bildete 2021 ein Pilotprojekt in Ronsdorf. Dort stieß das Vorgehen sowohl bei Grundstückseigentümern als auch bei Interessenten an einer Beratung auf positive Resonanz.

In der Folge wurde das Projekt auf acht weitere Stadtbezirke ausgeweitet. Mit Langerfeld-Beyenburg erreicht die Baulückenaktivierung nun den zehnten und letzten Bezirk.

Grundlage für das Vorgehen ist das Innenentwicklungskonzept der Stadt Wuppertal, das der Rat im Jahr 2020 beschlossen hat. Ziel des Konzepts ist es, vorhandene Siedlungsflächen besser zu nutzen und damit einen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an Wohnbauland zu leisten.

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