Wuppertal. Um eine App mit Informationen zu den großen Wandbildern im Wuppertaler Stadtgebiet ist ein Streit zwischen dem Urbanen Kunstraum Wuppertal und der Initiative „Meine Stunde für Wuppertal“ entbrannt. Im Mittelpunkt stehen die Darstellung der Murals, mögliche Fehler in den Inhalten und der Eindruck, die Anwendung stehe in Verbindung mit dem Urbanen Kunstraum.
Die von „Meine Stunde für Wuppertal“ ehrenamtlich betriebene App existiert bereits seit längerer Zeit. Sie bietet Informationen zu den einzelnen Wandbildern und ermöglicht es Nutzern, verschiedene Werke im Rahmen geführter Touren zu erkunden.
Der Urbane Kunstraum, der maßgeblich an der Entstehung der Wuppertaler Murals beteiligt ist, kritisiert die Anwendung unter anderem wegen aus seiner Sicht fehlerhafter Angaben. Zudem beanstandet der Verein, dass die App den Eindruck erwecken könne, von ihm selbst betrieben oder verantwortet zu werden.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Finanzierung. Der Urbane Kunstraum wirft der Initiative vor, die App zur Einwerbung von Spenden und Drittmitteln zu nutzen. „Meine Stunde für Wuppertal“ weist diesen Vorwurf zurück. Nach Angaben der Initiative wurde zwar für die Entwicklung der Anwendung finanzielle Unterstützung benötigt. Die dafür eingesetzten Mittel seien jedoch ausschließlich über Spenden eingeworben und vollständig für die Entwicklung der App verwendet worden.
Auch bei der Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen gibt es unterschiedliche Darstellungen. Nach Angaben von „Meine Stunde für Wuppertal“ habe der Urbane Kunstraum eine gemeinsame Arbeit an der App nicht gewünscht, die Anwendung jedoch nicht grundsätzlich abgelehnt. Hinweise auf den Verein seien anschließend auf dessen Wunsch aus der App entfernt worden.
Streit um App zu Wuppertaler Murals
Daniel H/CCA