„Tag der Industriekultur“ am 1. Juni

Müngstener Brücke (Foto: Abellio)

Am kommenden Sonntag, den 1. Juni, lädt das Museum Industriekultur Wuppertal gemeinsam mit zahlreichen Partnern zum Tag der Industriekultur ein. Von morgens bis abends öffnen historische Orte, Museen, Werkstätten und Vereine ihre Türen und machen die industrielle Geschichte der Stadt lebendig.

Das Engels-Haus bietet zwischen 10:00 und 18:00 Uhr Einblicke in Regionalgeschichte, Handwerkstraditionen und aktuelle Entwicklungen im Museumsbereich – der Eintritt ist frei. Interessierte können die Ausstellung zur Lebenswelt Friedrich Engels’ erkunden. Um 11:00 Uhr startet der Oldtimerbus zur „Müngstener Brückentour“; zur gleichen Zeit beginnen auf dem Außengelände die Langerfelder Garnbleicher bis 17:00 Uhr ihr traditionsreiches Handwerk zu demonstrieren. Um 12:00 und 16:00 Uhr beleuchtet die Führung „Engels im Engelsgarten – Drei Denkmäler und ihre Geschichte“ sein wechselvolle Verhältnis zu Wuppertal. Treffpunkt ist die Engels-Statue im Engelsgarten.

Baustellenführungen mit Museumsdirektor Dr. Lars Bluma durch das entstehende Museum für Frühindustrialisierung starten um 13:00 und 15:00 Uhr – Treffpunkt ist das Besucherzentrum. Um 14:00 Uhr vermittelt Historikerin Anna-Lena Geisel dort unter dem Titel „Der Barmer Bruch im Wandel – Vom Kleinbetrieb zur Fabrikkolonie“ Einblicke in den Wandel des Stadtteils im 18. und 19. Jahrhundert.

Eine detailgetreue Modellbahnanlage des Vereins Wuppertal-Achse in der Goethestraße zeigt im Maßstab 1:87 den Wuppertaler Osten in den 1930er Jahren. Industriegeschichte im Originalformat gibt es bei geführten Rundgängen rund um den Kalktrichterofen am Eskesberg. In den denkmalgeschützten Gold-Zack-Werken geben die Wiesenwerke und das Bandwebermuseum Einblick in die Geschichte der Textilindustrie; in Utopiastadt im Bahnhof Mirke gibt es Führungen durch das historische Gebäude und Mitmachangebote. Der Bergische Geschichtsverein präsentiert seine industriekulturellen Projekte, Routen und Tafeln an der Nordbahntrasse und informiert über die Eisenbahngeschichte des Mirker Bahnhofs, die Wuppertalbewegung bietet Draisinenfahrten am Bahnhof Loh an.

Von der Geschichte der Konsumgenossenschaften erzählt die Verteilungsstelle 143 in der Sedanstraße, ergänzt durch eine Lesung über das Arbeiterleben im frühen 20. Jahrhundert. Die Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ in der Münzstraße zeigt in einer Dauerausstellung die Bedeutung dieser Versorgungsstruktur um 1900 und bietet Führungen an.

Wie eng Industrie und Familie miteinander verbunden waren, lässt sich im Shed des Bandwebers Ernst Sohn in der Nornenstraße erleben, wo noch heute der Bandstuhl von 1895 in Bewegung ist. Einblicke in die Elektrifizierung des Alltags bietet die stromhistorische Sammlung der WSW im alten Umspannwerk an der Wichlinghauser Straße: mit Waschmaschinen, Straßenbahntechnik und historischen Radios.

Beispiel gelungener Transformation ist der BOB CAMPUS in Oberbarmen, ein ehemaliges Fabrikgelände, das heute als Nachbarschaftsort neue Impulse gibt.

Das Wuppertaler Miniaturland zeigt die Barmer Bergbahn, die Schwebebahn, den Bahnhof Elberfeld in den 1980ern und sogar Lummerland mit Lokomotive Emma als Modellanlagen.

Auch in Cronenberg wird Industriekultur lebendig: Die Bergischen Museumsbahnen holen ihre „alten Schätzchen“ heraus und erläutern die Geschichte der früheren Straßenbahnbetriebe und ihrer Strecken; auch der Manuelskotten ist geöffnet.


Das Programmheft gibt es hier zum Download.

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