Tauben im Rucksack: Polizei ermittelt gegen Wuppertaler



Ein 34-jähriger Mann aus Wuppertal steht im Verdacht, mehrfach Stadttauben eingefangen und anschließend in einem Rucksack transportiert zu haben. In mindestens drei Fällen wurden Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Nach Angaben der Ermittler soll der Mann erklärt haben, die Tiere essen zu wollen.

Mehrere Vorfälle in der Region

Ende September alarmierten Passanten in Wuppertal die Polizei, nachdem sie beobachtet hatten, wie der Mann eine Taube von der Straße aufhob und in seinem Rucksack verstaute. Das Tier wirkte verletzt. Nach Angaben der Polizei soll der Mann die Taube anschließend auf den Asphalt geworfen haben.

Das Tier wurde von den Beamten sichergestellt und örtlichen Taubenschützern übergeben.

Auch in Velbert und Mettmann kam es zu vergleichbaren Vorfällen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der 34-Jährige auch dort mit Tauben in seinem Rucksack angetroffen. In allen drei Fällen soll als Begründung genannt worden sein, dass die Tiere zum Verzehr bestimmt seien.

Ermittlungen wegen möglicher Tierquälerei

Die Staatsanwaltschaft prüft die Vorgänge derzeit. Das Einfangen und Mitnehmen der Tauben wird zunächst als mögliche Ordnungswidrigkeit bewertet. Das Verhalten gegenüber den Tieren kann darüber hinaus strafrechtlich relevant sein: Insbesondere das Werfen einer Taube auf den Asphalt steht im Verdacht, gegen den Tierschutz zu verstoßen.

Die Ermittlungen zu den drei Vorfällen dauern an.

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