Telefonbetrüger erbeuten hohe Geldsummen von Senioren

Daniel H/CCA


Am Mittwoch, dem 14. Januar 2026, wurden der Polizei zwei Fälle von Telefonbetrug zum Nachteil älterer Menschen bekannt. In beiden Fällen täuschten die Täter akute Notlagen naher Angehöriger vor und setzten ihre Opfer gezielt unter psychischen Druck, um innerhalb kurzer Zeit hohe Geldbeträge zu erlangen.
Im Stadtteil Langerfeld erhielt ein Ehepaar im Alter von 79 und 84 Jahren gegen 14:20 Uhr einen Anruf eines Mannes, der sich als ihr Sohn ausgab und von einem angeblichen Krankenhausaufenthalt berichtete. Er schilderte eine schwere Corona-Erkrankung und machte hohe Behandlungskosten geltend. Kurz darauf meldete sich eine Frau, die sich als Ärztin darstellte und eine Vorauszahlung im fünfstelligen Bereich forderte, bevor eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgen könne. Wenige Minuten später übergab das Ehepaar an der Haustür Bargeld an einen unbekannten Mann mit stämmiger Figur. Der Abholer trug eine Hose mit Tarnmuster und einen schwarzen Rucksack und flüchtete anschließend mit einem weißen Renault Clio mit polnischem Kennzeichen.
Ein weiterer Betrugsfall ereignete sich am selben Tag gegen 15:30 Uhr im Stadtteil Uellendahl. Dort wurde eine 68-jährige Frau telefonisch von einer angeblichen Tochter kontaktiert, die von einem Unfall berichtete und angab, sich in Haft zu befinden. Im weiteren Verlauf des Gesprächs übernahm eine Frau, die sich als Vertreterin der Justiz ausgab, und stellte eine Freilassung gegen Zahlung einer hohen Geldsumme in Aussicht. Die Seniorin übergab daraufhin gegen 16:00 Uhr auf dem Gehweg vor ihrem Wohnhaus einen fünfstelligen Bargeldbetrag sowie Schmuck an einen unbekannten Mann. Der etwa 35 Jahre alte Täter wird als rund 1,80 bis 1,85 Meter groß beschrieben, hatte kurze braune Haare, war dunkel gekleidet und entfernte sich in einem schwarzen Pkw.
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Geldübergaben oder den beschriebenen Fahrzeugen verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0202 / 284 0 zu melden.

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