Nach dem heftigen Unwetter vom Dienstagnachmittag heißt es jetzt in der Stadt: Putzen, Aufräumen, Reparieren. Wuppertal war mit der Region Aachen das vom Gewitter am stärksten betroffene Gebiet in NRW.

Während der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) damit beschäftigt ist, die Straßen und Gehwege von Ästen, Schlamm, Blättern und Schutt zu befreien, sind Feuerwehr, Hilfsdienste und Ämter der Stadt noch damit beschäftigt, Keller leer zu pumpen, Wasserschäden zu beseitigen und umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Viele vollgelaufene Keller

Von den rund 600 Schadensmeldungen, die bei der Feuerwehr seit Dienstagnachmittag aufgelaufen waren, sind mehr als 500 bis Mittwochmittag (30. Mai) bereits abgearbeitet worden. Im Wesentlichen waren vollgelaufene Keller das Problem. In einigen wenigen Fällen hat das zum Einsturz von Kellermauern geführt. Besondere Einsätze erforderten zwei eingestürzte Dächer: An der Aral-Tankstelle in Unterbarmen und an einem Unigebäude am Campus Haspel.
Straßen- und Gehwegschäden gab es vor allem auf dem Rott (Tannenstraße), am Sedansberg, in der Wiesenstraße, Friedrich-Ebert- sowie Theodor-Heuss-Straße und am Neuenteich.

Schadensbeseitigung wird mehrere Wochen dauern

Im gesamten Stadtgebiet sind die Mitarbeiter der Betriebshöfe und von Vertragsunternehmen unterwegs, um Schäden mit Schotter provisorisch zu beseitigen. Nach Einschätzung der Fachleute wird die Beseitigung der Unwetterschäden mehrere Wochen in Anspruch nehmen, weil in vielen Fällen auch der Untergrund und die Kanäle geschädigt sind.

Schäden an Straßen und Wegen melden

Das Verkehrsressort der Stadt bittet darum, Schäden an Straßen oder Gehwegen per E-Mail strassenkontrolle@stadt.wuppertal.de zu melden, gerne auch mit Foto. Vor mehr Unterstützung warnt die Stadt allerdings: Denn Bürgerhilfe bei den Aufräumarbeiten kann derzeit nicht ausreichend organisiert werden. Alle Einsatzkräfte sind voll ausgelastet, eine Einsatzplanung für freiwillige Helfer ist deshalb unmöglich.

Es wird dringend davon abgeraten, vor Ankunft der Einsatzkräfte selbst ans Werk zu gehen und beispielsweise geflutete Keller zu betreten. Es besteht Lebensgefahr, vor allem wenn die Elektrik betroffen ist.