Die neue Vollversammlung der Bergischen IHK hat letzte Woche in ihrer konstituierenden Sitzung einstimmig ein Positionspapier zum Thema Verkehrswege verabschiedet.
Darin betonen die Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Sorge aufgrund des dramatischen Verfalls der Verkehrsinfrastruktur und machen Vorschläge, wie dieser gestoppt werden kann. „Das Bergische Städtedreieck hat lange Zeit von seiner guten verkehrlichen Anbindung profitiert. Weil aber über Jahrzehnte viel zu wenig in Straßen, Brücken und die Schiene investiert worden ist, hat sich unsere Infrastruktur von einem Pluspunkt zu einem Standortnachteil entwickelt. Das gefährdet mittlerweile massiv unsere wirtschaftliche Entwicklung“, betont IHK-Präsident Henner Pasch.
Deshalb fordern die Unternehmerinnen und Unternehmer, dass ausreichend und nachhaltig in die Verkehrswege investiert wird. Das beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur kann zum Gamechanger werden. „Mehr Geld allein reicht aber nicht. Dringend notwendig ist auch eine umfassende Planungsbeschleunigung – und das nicht nur bei politisch besonders unangenehmen Projekten wie der Rahmedetalbrücke. Wir brauchen eine generelle Vereinfachung von Genehmigungsverfahren.“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge.
Die Unternehmerinnen und Unternehmer fordern zudem, mit durchdachten Verkehrskonzepten unter Berücksichtigung der Wirtschaft die Erreichbarkeit der Innenstädte sicherzustellen. Wichtig sei ebenso, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, insbesondere die Situation im Schienenverkehr sei unhaltbar.
Notwendig sei daher eine auskömmliche und nachhaltige Finanzierung, damit das Angebot moderner und zuverlässiger werden kann. Denn nur wenn sich die Bürger darauf verlassen können, dass Züge tatsächlich fahren, sauber und sicher sind, werden sie das Auto stehen lassen.
„Deutschland hat seine Infrastruktur jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren – jetzt spüren wir alle die Folgen. Ein „weiter so“ ist nicht mehr möglich, denn die Substanz ist aufgebraucht. Wenn wir den Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten wollen, brauchen wir jetzt mutige Entscheidungen, klare Priorisierungen, ausreichende Finanzmittel, kürzere Planungsprozesse und eine umfassende Digitalisierung der Planungsbehörden. Das gilt für den Bund, das Land und die Kommunen“, so die Vollversammlung in dem Positionspapier.
Vollversammlung der BIHK verabschiedet Positionspapier zu Verkehrswegen
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}