Wann ist der Führerschein weg in einer 30er-Zone?

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Der Verstoß gegen ein Tempolimit kann unter gewissen Umständen richtig teuer werden. Denn häufig kommt es infolge einer Geschwindigkeitsüberschreitung nicht nur zur Verhängung eines Bußgeldes, sondern auch zu Punkten im Flensburger Fahreignungsregister und sogar schlimmstenfalls zum Verlust des Führerscheins. Gerade in Zonen, in denen ein Höchsttempo von 30 km/h gilt, ist die Fahrerlaubnis manchmal schneller weg, als man denkt.

Kann man ein Fahrverbot anfechten?

Den Führerschein abzugeben ist für viele Autofahrer nicht leicht, da für sie das Fahrzeug eine Notwendigkeit darstellt, um mobil zu bleiben und täglich zur Arbeit zu fahren. Daher kommt bei einigen die Frage auf, ob nach dem Einzug der Fahrerlaubnis die Möglichkeit besteht, gegen den Bußgeldbescheid Einspruch zu erheben.

Ob dieses Vorhaben Sinn ergibt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ist sich der Fahrer sicher, kein Vergehen begangen zu haben, kann er innerhalb von zwei Wochen nach dem Eingang des Bußgeldbescheids Einspruch gegen ebendiesen sowie das Fahrverbot erheben.

Gründe für einen Einspruch können darin bestehen, dass der Halter zum Tatzeitpunkt gar nicht hinter dem Steuer saß. Daneben besteht die Chance, mit einem Einspruch Erfolg zu haben, wenn der Bußgeldbescheid entweder fehlerhaft ist oder gewisse Beweismittel fehlen.

So sollte ein Bußgeldbescheid stets die folgenden Angaben beinhalten:

  • Welches Vergehen wurde begangen?
  • Wer wird beschuldigt?
  • Wie hoch ist das Bußgeld?
  • Gibt es etwaige Nebenfolgen wie Punkte im Fahreignungsregister oder ein Fahrverbot?
  • Welche Beweise liegen vor?
  • Ist die Rechtsbehelfsbelehrung enthalten?

Gerade die Rechtsbehelfsbelehrung ist essenziell, sofern eine Anfechtung seitens des Fahrers gewünscht ist.

Ob der Einspruch erfolgreich ist oder nicht, hängt von der jeweiligen Sachlage ab. Wird sie letzten Endes als rechtsgültig eingestuft, besteht dann jedoch noch immer die Option, das Urteil umwandeln zu lassen. Doch auch hier muss der Fahrer gewisse Voraussetzungen erfüllen. Hierzu gehört nicht nur, dass er Ersttäter ist, sondern auch eine weiße Weste im Fahreignungsregister hat. Wenn zuletzt keinerlei Alkohol- oder Drogendelikt gegen ihn vorliegen, stehen die Chancen für eine Umwandlung gut.

Wann verliert man seinen Führerschein in einer 30er-Zone?

Wer innerhalb einer 30er-Zone zu schnell unterwegs ist, verliert nicht gleich seinen Führerschein. Zunächst kommt es zur Zahlung eines Bußgeldes. Das Fahrverbot kommt erst bei einer Überschreitung von 26 bis 30 km/h zum Einsatz und in diesem Fall auch nur dann, wenn der Fahrer innerhalb des letzten Jahres bereits zweimal aus demselben Grund geahndet wurde.

Wird die Geschwindigkeit jedoch um 31 km/h überschritten, ist das Fahrverbot sicher.

Hier folgt daher eine kleine Tabelle zur besseren Übersicht:

ÜberschreitungBußgeldhöhePunkte/Fahrverbot
bis 10 km/h58,50 Euro 
11 bis 15 km/h78,50 Euro 
16 bis 20 km/h98,50 Euro 
21 bis 25 km/h143,50 Euro1 Punkt
26 bis 30 km/h208,50 Euro1 Punkt/1 Monat
31 bis 40 km/h288,50 Euro2 Punkte/1 Monat
41 bis 50 km/h428,50 Euro2 Punkte/1 Monat
51 bis 60 km/h591,50 Euro2 Punkte/2 Monate
61 bis 70 km/h738,50 Euro2 Punkte/3 Monate
über 70 km/h843,50 Euro2 Punkte/3 Monate

Tipp: Wer ein Fahrverbot anfechten möchte und stichhaltige Beweise hat, sollte idealerweise einen Rechtsanwalt konsultieren, dessen Fachgebiet im Verkehrsrecht liegt.

Kann man trotz Fahrverbot zur Arbeit fahren?

Zahlreiche Fahrer sind auf ihr Fahrzeug angewiesen, um täglich zur Arbeit zu fahren. Für manche von ihnen sind nicht einmal öffentliche Verkehrsmittel eine Alternative. Daher kommt der Gedanke auf, dass es trotz Fahrverbot möglicherweise legitim sein könnte, wenigstens den Arbeitsweg mit dem Auto anzutreten.

Fakt ist jedoch, wer trotz eines Fahrverbots ein Fahrzeug betreibt, begeht eine Straftat, deren Grundlage im Paragraf 21 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) zusammengefasst ist. Wird der Fahrer unter diesen Umständen erwischt, drohen weitere Strafen in Form von Bußgeldern oder sogar einer Freiheitsstrafe, die bis zu einem Jahr umfasst.

Wie nah darf ein Blitzer am 30er-Schild stehen?

Zur Rechtsgültigkeit eines Verkehrsvergehens trägt nicht nur der Fahrer bei, indem er die Geschwindigkeit überschreitet. Auch diejenigen, von denen der Blitzer aufgestellt wird, müssen sich an gewisse Regeln halten. Somit ist ein Blitzer beispielsweise in einem gewissen Abstand zum jeweiligen Schild der Geschwindigkeitsbegrenzung aufzustellen.

Wie weit ein Blitzer vom Schild entfernt sein muss, ist in Deutschland vom jeweiligen Bundesland abhängig. In der Regel liegt die Entfernung jedoch zwischen 75 und 250 Metern. Lediglich in Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen ist kein Mindestabstand einzuhalten. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen unterscheidet man sogar zwischen Autobahnen und Kraftfahrstraßen, was den jeweiligen Abstand angeht. So müssen auf Autobahnen hier 100 Meter eingehalten werden, auf Kraftfahrstraßen sind es sogar 250 Meter.

Gut zu wissen: Wer nicht regelmäßig in einer gewissen Gegend unterwegs ist, sollte sich vor einer Fahrt in das jeweilige Bundesland vielleicht etwas näher mit der Thematik beschäftigen, um zu wissen, worauf er achten muss.

Allerdings sollten Fahrer ebenso bedenken, dass nicht alle Blitzanlagen von vorneherein klar ersichtlich sind, was sie gesetzlich gesehen auch nicht sein müssen.

Wie viel Meter vor dem Blitzer wird geblitzt?

Die Frage, wie viele Meter zwischen Auto und Blitzeranlage liegen, bevor diese auslöst, ist nicht immer ganz klar und eindeutig von der Messtechnik sowie dem -gerät abhängig. So gibt es Geräte, die bereits bei einer Entfernung von 15 Metern auslösen, andere wiederum blitzen erst bei 500 Metern.

Insgesamt lässt sich hier ein Wert zwischen 15 und 1.000 Metern nennen.

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