In der Innenstadt von Wuppertal hat eine lokale Initiative während des Fastenmonats Ramadan mehr als 80 Menschen ohne festen Wohnsitz mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Die Aktion wurde von der Interessenvertretung Wuppertaler Marokkaner organisiert und fand bei winterlichen Temperaturen von etwa zwei Grad statt.
Ausgegeben wurde ein warmes Gericht aus Hühnchen und Reis. Die Organisatoren entschieden sich bewusst für ein Menü, das vielen Bedürftigen vertraut ist, um sicherzustellen, dass das Angebot möglichst gut angenommen wird. Ergänzt wurde die Mahlzeit durch Beilagen wie Banane, Joghurt und Wasser, sodass eine vollwertige Verpflegung bereitstand.
Die Essensausgabe erfolgte vor dem Café Cosa, einer bekannten Anlaufstelle für Obdachlose und Menschen mit Drogenproblemen. Zwar erhalten Bedürftige dort regelmäßig Unterstützung durch Angebote der Tafel Deutschland, doch nach Einschätzung der Organisatoren reicht diese Versorgung nicht immer aus, um den Bedarf vollständig zu decken.
Die Initiative versteht ihre Hilfsaktion als Ausdruck sozialer Verantwortung, die im Fastenmonat eine besondere Rolle spielt. Innerhalb der marokkanischen Gemeinschaft gehört es zu den zentralen Traditionen dieser Zeit, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Die in Wuppertal lebenden Mitglieder der Community sehen die Aktion zugleich als Zeichen der Verbundenheit mit der Gesellschaft, in der sie leben.
Die benötigten Lebensmittel wurden durch Spenden aus der Gemeinschaft sowie durch die Unterstützung eines Supermarktes bereitgestellt. Insgesamt konnte so eine größere Zahl Bedürftiger mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden.
Warme Mahlzeiten für Obdachlose während des Ramadan
Wtotal/CCA