Trotz bundesweiter Warnungen vor den wirtschaftlichen Folgen stark gestiegener Dieselpreise rechnen die Wuppertaler Stadtwerke derzeit nicht mit Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Während zahlreiche Verkehrsunternehmen unter zunehmendem Kostendruck stehen, sehen sich die WSW nach eigenen Angaben aktuell stabil aufgestellt.
Hintergrund der Debatte sind Aussagen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der auf erhebliche Mehrbelastungen durch die Entwicklung der Kraftstoffpreise hingewiesen hatte. Nach Einschätzung des Verbandes geraten viele Verkehrsunternehmen zunehmend unter finanziellen Druck. Bundesweit werde bereits über Angebotsreduzierungen sowie verschobene Investitionen diskutiert.
Die Wuppertaler Stadtwerke gehen dagegen momentan nicht von Auswirkungen auf das Verkehrsangebot aus. Ursache dafür sei insbesondere die frühzeitige Beschaffung größerer Kraftstoffmengen, wodurch sich die jüngsten Preissteigerungen bislang nicht unmittelbar auf die laufenden Betriebskosten auswirkten.
Zugleich setzen die Stadtwerke langfristig auf eine stärkere Unabhängigkeit vom klassischen Treibstoffmarkt. Bestandteil der Flottenstrategie ist die schrittweise Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe. Bereits heute sind 52 Wasserstoffbusse im Einsatz. Damit verfügt etwa ein Sechstel des gesamten WSW-Fuhrparks über wasserstoffbasierte Antriebstechnik.
Mit dem weiteren Ausbau alternativer Antriebe wollen die Stadtwerke die Abhängigkeit von Dieselpreisen künftig deutlich reduzieren und gleichzeitig die Modernisierung des Nahverkehrs vorantreiben.
WSW sehen derzeit keine Gefahr für Kürzungen im Nahverkehr
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