Wuppertal: Garten der Religionen lädt zum nachbarschaftlichen Beisammensein ein

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Wuppertal – Anlässlich des bundesweiten Tags der Nachbarschaften lädt der Verein Garten der Religionen Wuppertal am Freitag, 23. Mai 2025, zu einem offenen Nachmittagsprogramm ein. Die Veranstaltung findet von 15 bis 18 Uhr auf dem Gelände des entstehenden interreligiösen Gartens in Wichlinghausen statt.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein familienfreundliches Programm mit Lagerfeuer, Stockbrot, kleinen Snacks und Getränken. Ergänzt wird das Angebot durch spielerische Aktivitäten, die einen niederschwelligen Zugang zum Thema Garten und interkultureller Austausch ermöglichen. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung der Vereinsarbeit werden gerne entgegengenommen.

Der Garten der Religionen entsteht derzeit auf einer 750 Quadratmeter großen Fläche, die ehemals von zwei Eisenbahner-Kleingärten genutzt wurde. Die Entwicklung des Areals wird durch den Verfügungsfonds der Städtebauförderung „Sozialer Zusammenhalt Oberbarmen/Wichlinghausen“ unterstützt. Ziel des Projekts ist es, einen Ort des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zu schaffen, der allen Menschen offensteht.

Geplant ist, dass jede der zehn vertretenen Religionsgemeinschaften – darunter Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Alevitentum, Ezidentum, Baha’i, Konfuzianismus und Sikhismus – einen eigenen Bereich gestaltet. Diese Bereiche sollen durch spezifische Pflanzen, Symbole und Kunstwerke repräsentiert werden. Der Garten soll langfristig als multifunktionaler Veranstaltungsort dienen – für Gesprächskreise, Gebete, Gottesdienste, Workshops, Kunst- und Musikangebote sowie spirituelle und pädagogische Formate.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Förderung des religionspädagogischen Lernens. Kinder und Erwachsene sollen durch sinnliche und spielerische Zugänge sowohl den eigenen Glauben festigen als auch einen Einblick in andere religiöse Traditionen erhalten. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Garten des Abraham, der symbolträchtige Pflanzen aus Tanach, Bibel und Koran – darunter Olive, Wein, Feige, Granatapfel, Dattel, Weizen und Gerste – sowie einen thematisch gestalteten Paradiesbrunnen umfasst.

Darüber hinaus werden im hinduistisch-buddhistischen Bereich Pflanzen wie Banane, Bambus, Bodhi-Baum, Tulsi und Lotus eingesetzt, um eine Verbindung zwischen religiösem Ausdruck und ästhetischem Erleben zu schaffen. Ergänzt wird das Ensemble durch einen kleinen Nutzgarten mit Obstbäumen, Beeren und Gemüse. Auch hier verfolgt das Projekt ein pädagogisches Ziel: Gemeinsam zu kochen und dabei eine überwiegend pflanzenbasierte, sogenannte „flexigane“ Ernährung zu fördern.

Der Garten der Religionen versteht sich als ein Ort der Begegnung, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung miteinander ins Gespräch kommen und neue Perspektiven gewinnen können. Neben den regulären Veranstaltungen plant der Verein regelmäßige Öffnungszeiten insbesondere an Wochenenden, bei denen Besuchende spontan willkommen sind.

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