Wuppertal/Boom – Der Wuppertaler DJ und Musikproduzent David Herrlich hat sich mit einem Auftritt beim weltbekannten Musikfestival Tomorrowland einen lang gehegten Traum erfüllt. Nach einem umfassenden musikalischen Neustart und mehreren Rückschlägen überzeugte der 32-Jährige die Jury des Nachwuchswettbewerbs „Perform at Tomorrowland 2025“ und stand erstmals auf einer Festivalbühne in Belgien.
Bereits in jungen Jahren entwickelte Herrlich ein ausgeprägtes Interesse für elektronische Musik. Erste musikalische Gehversuche unternahm er mit dem Computer im Grundschulalter. Während seiner Schulzeit legte er bei Stufenpartys auf und sammelte erste Club-Erfahrungen mit 18 Jahren im Wuppertaler Butan. Während seines Studiums im Bereich Industriedesign an der Bergischen Universität war er regelmäßig als DJ bei Studentenveranstaltungen tätig.
Trotz eines parallelen Berufs im Designbereich investiert Herrlich kontinuierlich 15 bis 20 Stunden pro Woche in seine Musikprojekte – darunter die Produktion von Mixtapes, das Networking mit Labels sowie die Organisation eigener Auftritte. Im vergangenen Jahr entschloss er sich zu einer stilistischen Neuausrichtung. Der Wechsel vom Tech-House zum Afro-House markierte einen bewussten Neuanfang, der zunächst mit einem Rückgang an Engagements einherging.
Trotz dieser Durststrecke bewarb sich Herrlich beim Wettbewerb der Tomorrowland Academy mit einem Mix und einem Motivationsvideo. Zwar reichte es beim ersten Versuch nur für den sechsten Platz, doch das Feedback stärkte ihn in seiner Entscheidung für die neue musikalische Ausrichtung. Ein zweiter Versuch, bei der Winterausgabe des Festivals in den französischen Alpen aufzutreten, scheiterte aufgrund eines verpassten Bewerbungsschlusses.
Den endgültigen Durchbruch brachte eine kreative Bewerbung, die Herrlich während eines Aufenthalts auf Bali erstellte. Gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Jule Companie, produzierte er ein aufwändig inszeniertes Video, das symbolisch seine Reise zum Festival und seine persönliche Entwicklung darstellte. Dieses Projekt, kombiniert mit einem neuen Mixtape, überzeugte die Jury – und vier Wochen vor Festivalbeginn stand seine Teilnahme offiziell fest.
Kurz vor dem geplanten Auftritt wurde das Ereignis jedoch von einem Brand an der Hauptbühne überschattet. Ob das Festival überhaupt stattfinden könne, war zeitweise unklar. Zusätzlich wurde sein Auftritt zunächst abgesagt. Erst am nächsten Tag erhielt Herrlich die Mitteilung, dass er doch auftreten dürfe. Der DJ nutzte die Gelegenheit und spielte eine einstündige Performance auf einer Bühne in unmittelbarer Nähe zur Mainstage. Bis zu 400 Besucher verfolgten seinen Auftritt.
Mit diesem Erfolg verbindet Herrlich die Hoffnung, künftig regelmäßig bei internationalen Festivals auftreten zu können. Die Teilnahme am Tomorrowland gilt in der Szene als bedeutender Karriereschritt – insbesondere für Künstler im Bereich elektronischer Musik.
Wuppertaler DJ feiert Debüt beim renommierten Tomorrowland-Festival
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