Wuppertalerin um 6000 Euro betrogen – Polizei warnt vor Betrugsmasche



Im Januar wurde eine 85-jährige Seniorin aus Wuppertal Opfer eines raffinierten Betrugs. Die ältere Dame, die anonym bleiben möchte, wurde von einer angeblichen Mitarbeiterin der Stadtsparkasse Wuppertal kontaktiert. In dem Gespräch wurde ihr mitgeteilt, dass ihre EC-Karte und Mastercard möglicherweise in einen Betrugsfall verwickelt seien. Um den Vorfall zu klären, wurde sie gebeten, wenige Tage später die Sparkassen-Zentrale in Elberfeld aufzusuchen.

Kurz nach diesem Anruf meldete sich erneut die vermeintliche Sparkassenmitarbeiterin, die sich als Frau Fischer vorstellte, und erklärte der Seniorin, dass der Termin in der Filiale nicht mehr notwendig sei. Stattdessen werde ein Polizist, ein „Herr Costa“, zu ihr kommen, um die verdächtigen Karten abzuholen. In der Folge gelang es der falschen Mitarbeiterin, der Wuppertalerin die PIN-Nummern ihrer Karten zu entlocken.

Wie geplant erschien wenig später ein „Polizeibeamter“ bei der Seniorin, nahm die Karten entgegen und ließ sie, vermutlich um eine spätere Identifizierung zu erschweren, schnell wieder allein. Erst am nächsten Tag fiel der Seniorin auf, dass die Situation merkwürdig war, weshalb sie sich mit ihrer Sparkassenfiliale in Verbindung setzte.

Die Filialmitarbeiter bestätigten schnell, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte und informierten die Polizei. Die Betrüger hatten die gestohlenen Karten umgehend genutzt: Wenige Minuten nach der Übergabe wurden an Geldautomaten in den Stadtteilen Heckinghausen, Oberbarmen und Nächstebreck insgesamt 6000 Euro abgehoben.

Trotz sofortiger Sperrung der Karten und einer Anzeige bei der Polizei bleibt der finanzielle Verlust vorerst unersetzlich. Die Sparkasse wies darauf hin, dass niemals Mitarbeiter oder Polizisten zu Kunden geschickt werden, um Karten oder Bargeld abzuholen.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Art von Betrug, bei dem Kriminelle durch geschickte Täuschung das Vertrauen ihrer Opfer gewinnen. Immer wieder komme es in Wuppertal zu ähnlichen Vorfällen, bei denen Täter mit Tricks wie falschen Notrufen oder angeblichen Verwandten in Not versuchten, an Bankkarten, Schmuck oder PIN-Nummern zu gelangen. Die Polizei empfiehlt, bei solchen Anrufen stets Misstrauen walten zu lassen und im Zweifelsfall einen Rückruf bei den entsprechenden Institutionen oder der Polizei zu tätigen, um Betrügereien frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

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