Wuppertals Bevölkerungswachstum verliert weiter an Dynamik

Daniel H/CCA



Die Einwohnerzahl Wuppertals ist im Jahr 2025 erneut gestiegen, allerdings deutlich langsamer als in den Vorjahren. Nach aktuellen Daten der Landesstatistiker verzeichnete die Stadt einen Wanderungsüberschuss von lediglich 411 Personen. Im Jahr zuvor hatte das Plus noch bei 747 gelegen, während 2022 infolge der starken Zuwanderung aus der Ukraine ein außergewöhnlich hoher Zugewinn von 5.692 Menschen registriert worden war.

Im vergangenen Jahr zogen insgesamt 16.878 Menschen nach Wuppertal, gleichzeitig verließen 16.467 Einwohner die Stadt. Der positive Saldo fiel damit auf den niedrigsten Stand seit Jahren.

Ausschlaggebend für das weiterhin leichte Bevölkerungswachstum bleibt ausschließlich die internationale Zuwanderung. Aus dem Ausland kamen 6.065 Menschen nach Wuppertal, während 5.128 Personen ins Ausland fortzogen. Daraus ergibt sich ein internationaler Wanderungsgewinn von 937 Personen. Auch dieser Wert liegt jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. 2024 hatte der Saldo noch bei 1.513 gelegen, 2022 sogar bei 6.338.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens setzt sich dagegen ein langjähriger Trend fort: Wuppertal verliert weiterhin Einwohner an andere Städte und Gemeinden des Landes. Im Jahr 2025 lag das Minus bei 462 Personen. Bereits seit 2021 fällt die Bilanz innerhalb NRW kontinuierlich negativ aus. Auch gegenüber dem übrigen Bundesgebiet verzeichnete die Stadt mit einem Minus von 63 Personen einen leichten Bevölkerungsverlust.

Die Entwicklung in Wuppertal entspricht einem landesweiten Trend. Nach Angaben von IT.NRW sank die Nettozuwanderung aus dem Ausland in Nordrhein-Westfalen 2025 auf 27.261 Personen. Damit erreichte sie den niedrigsten Stand seit 2010 und lag nur noch bei rund einem Drittel des Vorjahreswertes. Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland ging bereits das dritte Jahr in Folge zurück, während gleichzeitig mehr Menschen Nordrhein-Westfalen in Richtung Ausland verließen.

Die größten Wanderungsgewinne verzeichnete NRW 2025 weiterhin durch Zuzüge aus der Ukraine, der Türkei, Syrien, Indien und Afghanistan. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Zahlen jedoch deutlich zurück, insbesondere bei der Zuwanderung aus der Ukraine und Syrien.

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