Wuppertal. Der Ausbau klimafreundlicher Mobilität stößt in Wuppertal derzeit an infrastrukturelle Grenzen. Ein örtliches Reisebusunternehmen kann seine Flotte nicht wie geplant auf Elektroantrieb umstellen, da die verfügbare Stromkapazität am Betriebsstandort nicht ausreicht.
Am Standort im Stadtteil Langerfeld steht lediglich so viel Netzleistung zur Verfügung, dass maximal 15 Elektrobusse gleichzeitig geladen werden können. Für das Unternehmen, das insgesamt 85 Fahrzeuge betreibt, ist dies ein erhebliches Hindernis bei der angestrebten Elektrifizierung des Fuhrparks.
Die Umstellung auf emissionsarme Antriebe gewinnt vor dem Hintergrund steigender Kraftstoffpreise zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Da die notwendige Ladeinfrastruktur jedoch nicht im erforderlichen Umfang betrieben werden kann, entstehen dem Unternehmen wöchentlich erhebliche Mehrkosten im laufenden Betrieb.
Die zuständigen Stadtwerke bestätigen die begrenzte Netzkapazität und verweisen auf bauliche sowie finanzielle Restriktionen am betroffenen Standort. Hinzu kommt, dass ein benachbartes Unternehmen seinen Energiebedarf frühzeitig angemeldet hat und nun den Großteil der verfügbaren Leistung beansprucht.
Eine Entlastung der Situation ist erst mittelfristig in Sicht. Nach Angaben der Stadtwerke sollen zusätzliche Netzanschlüsse frühestens ab dem Jahr 2027 zur Verfügung stehen. Erst dann wäre es möglich, auch größere Fahrzeugflotten vollständig elektrisch zu betreiben.
Zu geringe Netzkapazität bremst Umstellung auf Elektrobusse in Wuppertal
DanielH/CCA