Cyberangriff auf Wuppertaler Supermarkt: Kühlware im Wert von 25.000 Euro vernichtet

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Unbefugter Zugriff auf die Kühltechnik des CAP-Marktes am Eckbusch führte zu erheblichen Lebensmittelverlusten. Die Wiederauffüllung der Bestände soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein.

Wuppertal – Ein Cyberangriff auf die Kühlanlagen hat im CAP-Markt am Eckbusch erhebliche Schäden verursacht. Nach einem unbefugten Zugriff am vergangenen Wochenende stiegen die Temperaturen in den Kühl- und Tiefkühlsystemen so weit an, dass sämtliche betroffenen Lebensmittel aus Sicherheitsgründen entsorgt werden mussten. Der entstandene Warenverlust beläuft sich nach Angaben des Geschäfts auf rund 25.000 Euro.

Der Markt informierte über den Vorfall auf seiner Facebook-Seite. Derzeit laufen die Arbeiten zur Wiederbeschaffung der Waren. Bis die Regale wieder vollständig bestückt sind, dürfte es nach Einschätzung der Geschäftsleitung noch bis Ende der Woche dauern.

Geschäftsleitung will Sicherheitsmaßnahmen verstärken

Christoph Nieder, Geschäftsführer der proviel GmbH, zu der der CAP-Markt gehört, bezeichnete den Vorfall im Gespräch mit Radio Wuppertal als erheblichen Einschnitt. Das Unternehmen habe sich bereits in den vergangenen Monaten mit den Gefahren digitaler Kriminalität auseinandergesetzt und Schutzmaßnahmen umgesetzt. Ein Angriff über einen solchen Zugriffsweg sei jedoch nicht erwartet worden.

Der Markt verfügt nach Angaben der Geschäftsführung über eine spezielle Versicherung gegen Cyberkriminalität. Diese soll nun zur Regulierung des entstandenen Schadens herangezogen werden. Bislang sei die Versicherung nicht in Anspruch genommen worden.

Nach dem Vorfall soll die IT-Sicherheit gemeinsam mit dem externen Dienstleister weiterentwickelt werden. Dabei stehen insbesondere die Möglichkeiten des Fernzugriffs auf technische Anlagen im Mittelpunkt. Eine stärkere Begrenzung solcher Zugänge soll dazu beitragen, vergleichbare Angriffe künftig zu verhindern.

Weitere Supermärkte in NRW und Europa betroffen

Der Angriff auf den Wuppertaler Markt steht offenbar im Zusammenhang mit einer Serie ähnlicher Vorfälle. Auch in Wetter an der Ruhr wurden am vergangenen Wochenende Probleme mit der Kühltechnik eines Supermarktes bekannt. Darüber hinaus meldeten Lebensmittelhändler in Schweden, Belgien, Luxemburg und Estland entsprechende Angriffe.

In mehreren europäischen Geschäften wurden Kühl- und Tiefkühlsysteme manipuliert, wodurch Lebensmittel unbrauchbar wurden und aus dem Verkauf genommen werden mussten. Die Vorfälle erinnern an Angriffe in Frankreich, die bereits im Oktober bekannt geworden waren.

Wer hinter den Attacken steckt und welches Motiv die Täter verfolgen, ist bislang ungeklärt. IT-Sicherheitsexperten hatten bereits vor den jüngsten Vorfällen vor derartigen Angriffen auf vernetzte Kühlanlagen gewarnt.

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