Mit der Inszenierung von „Der Sandmann“ bringt das Schauspiel Wuppertal am Freitag, 17. Juli, um 19.30 Uhr einen Klassiker der Schwarzen Romantik auf die Bühne des Opernhauses. Regisseur Karsten Dahlem widmet sich erstmals am Schauspiel Wuppertal der 1816 veröffentlichten Erzählung von E.T.A. Hoffmann und interpretiert den Stoff in einer modernen Fassung.
Im Mittelpunkt steht Nathana, die für ihr Studium nach Düsseldorf gezogen ist und den Kontakt zu ihrer Familie weitgehend abgebrochen hat. Während ihre Mutter, ihre Schwester Lotte und ihr Verlobter Carl zunehmend besorgt auf die Funkstille reagieren, zieht sich Nathana immer weiter in ihre eigene Gedankenwelt zurück.
Auslöser ihrer inneren Konflikte sind traumatische Erlebnisse aus der Kindheit. Nathana verbindet den Advokaten Coppelius mit dem unheimlichen Sandmann, einer Gestalt, die sie seit ihrer frühen Kindheit verfolgt. In ihrer Erinnerung war Coppelius an geheimnisvollen Experimenten mit ihrem Vater beteiligt, den sie für dessen Tod verantwortlich macht. Zudem verbindet sie mit ihm Erfahrungen von Misshandlung. Als sie Jahre später auf den Wetterglashändler Coppola trifft, hält sie ihn für dieselbe Person. Die Begegnung lässt die verdrängten Ängste erneut aufbrechen.
Parallel dazu entwickelt Nathana eine enge Beziehung zu Olimp, dem Sohn ihres Professors Spalanzani. Während ihr Umfeld versucht, ihr beizustehen und den Kontakt zu ihr wiederherzustellen, entfernt sie sich zunehmend von der Realität und ihrem bisherigen Leben.
Die Aufführung dauert rund 95 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Begleitend bietet das Schauspiel Wuppertal ein theaterpädagogisches Programm an. Darüber hinaus können Schulvorstellungen für die Spielzeit 2025/26 über die Kulturkarte Wuppertal gebucht werden.
„Der Sandmann“ feiert Premiere im Opernhaus Wuppertal
Daniel H/CCA