Informationsveranstaltung am 15. Oktober bietet Einblicke in die Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Eine Schulung für Interessierte ist für November geplant.
Wuppertal. Menschen, die sich für das Wohl von Kindern und Jugendlichen engagieren möchten, können sich in Wuppertal über die Übernahme einer ehrenamtlichen Vormundschaft informieren. Die zuständige Koordinierungsstelle lädt dazu am Donnerstag, 15. Oktober 2026, von 17 bis 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Bundesbahndirektion am Döppersberg 41 ein. Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss in Raum 85 statt.
Im Mittelpunkt stehen die Aufgaben und die Verantwortung eines Vormunds sowie die Unterstützungsmöglichkeiten durch die beteiligten Institutionen. Interessierte können sich zudem für eine Schulung anmelden, die an drei Terminen im November jeweils von 16 bis 20 Uhr stattfindet. Die Teilnahme am Informationsabend ist unverbindlich und verpflichtet nicht dazu, später eine Vormundschaft zu übernehmen.
Eine Anmeldung ist per E-Mail an EhrenamtlicheVormundschaften@stadt.wuppertal.de möglich. Wer sich nicht vorab anmeldet, kann grundsätzlich ebenfalls teilnehmen.
Unterstützung durch ein Netzwerk aus Fachkräften
Die Städte Wuppertal und Wülfrath arbeiten seit rund drei Jahren gemeinsam mit der Diakonie Wuppertal daran, ehrenamtliche Vormundschaften zu fördern. Ein sechsköpfiges Koordinierungsteam, dem jeweils zwei Mitarbeiter der drei Kooperationspartner angehören, begleitet die Freiwilligen bei ihrer Tätigkeit. Es unterstützt bei fachlichen Fragen, organisiert die Qualifizierung und bietet regelmäßig offene Austauschtreffen an wechselnden Standorten an.
Darüber hinaus können sich die ehrenamtlichen Vormünder auf ein bestehendes Netzwerk aus Fachkräften verlassen, das bei unterschiedlichen Anliegen beratend zur Seite steht. Gemeinsame Veranstaltungen schaffen zusätzliche Gelegenheiten, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Wie wichtig solche Begegnungen sind, zeigte sich bei einem erstmals im September veranstalteten Sommerfest für die ehrenamtlichen Vormünder und die von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie Fußball-Minigolf und dem Bemalen von Steinen konnten die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen. Weitere Angebote sind bereits vorgesehen, darunter gemeinsames Keksebacken in der Weihnachtszeit.
Ehrenamtliche Vormundschaft gewinnt an Bedeutung
Mit der Reform des Vormundschaftsrechts zum 1. Januar 2023 wurde die Bedeutung ehrenamtlicher Vormundschaften gestärkt. Sie sollen bei der Auswahl eines Vormunds vorrangig berücksichtigt werden. Die Stadt Wuppertal hat deshalb eigene Koordinierungsstellen eingerichtet, die gemeinsam mit der Diakonie und der Stadt Wülfrath geeignete Freiwillige gewinnen, schulen und während ihrer Tätigkeit begleiten.
Bürger, die sich eine solche Aufgabe vorstellen können oder zunächst weiteren Beratungsbedarf haben, können sich unabhängig von der Informationsveranstaltung an die Koordinierungsstelle wenden. Dort erhalten sie individuelle Auskünfte zu den Anforderungen und zum Ablauf einer ehrenamtlichen Vormundschaft.
Ehrenamtliche Vormünder gesucht: Wuppertal informiert über Aufgaben und Qualifizierung
Daniel H/CCA