Mit einer Festveranstaltung, künstlerischen Darbietungen und einer Gesprächsrunde erinnert das Wuppertaler Opernhaus am Sonntag, 18. Oktober 2026, an seine Wiedereröffnung vor sieben Jahrzehnten. Besucher können dabei auch den Bühnenbereich erkunden. Der Eintritt kostet sieben Euro.
Das Wuppertaler Opernhaus begeht am kommenden Sonntag sein 70-jähriges Jubiläum. Die Wiedereröffnung des Barmer Theaters im Oktober 1956 war ein bedeutender Schritt für das kulturelle Leben der Stadt nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Anlässlich dieses historischen Ereignisses veranstaltet das Haus am 18. Oktober die Feierstunde „70 Jahre Opernhaus – Geschichte und Geschichten“.
Das Programm beginnt um 16.30 Uhr im Kronleuchterfoyer. Unter der Leitung des Kulturjournalisten und Moderators Stefan Keim diskutieren mehrere Gäste über die Geschichte des Gebäudes, seine Architektur und seine Bedeutung für die darstellenden Künste in Wuppertal.
Historische Entwicklung und künstlerische Perspektiven
Der Historiker Michael Okroy, Autor eines Buches über die Entwicklung vom Stadttheater Barmen zum heutigen Opernhaus, beleuchtet die Vergangenheit des Hauses und den Wiederaufbau nach dem Krieg. Der Wuppertaler Architekt Hans Christoph Goedeking widmet sich der baulichen Entwicklung und der architektonischen Gestaltung des Theatergebäudes.
Auch die künstlerische Perspektive ist Teil der Gesprächsrunde. Thusnelda Mercy, langjähriges Mitglied des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und Leiterin der Barmer Tanz-Station, berichtet aus ihrer Erfahrung im Tanzbereich. Thomas Braus, Intendant und Ensemblemitglied des Schauspiel Wuppertal, ergänzt die Diskussion um Einblicke in die Theaterarbeit. Gemeinsam sollen die unterschiedlichen Funktionen des Opernhauses innerhalb der Wuppertaler Kulturlandschaft sichtbar werden.
Schauspiel und Musik ergänzen das Programm
Neben den Gesprächen sind künstlerische Beiträge vorgesehen. Julia Wolff und Thomas Braus präsentieren eine Szene aus William Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“.
Für die musikalische Gestaltung sorgen Selina Lohmüller an der Klarinette, Anne Yumino Weber am Violoncello und Bonnie Wagner am Klavier. Sie spielen das Terzett aus dem dritten Satz eines Werks von Nino Rota.
Nach der Feierstunde können die Besucher bei einer kurzen Führung Bereiche des Opernhauses besichtigen, die dem Publikum normalerweise nicht zugänglich sind. Dazu gehören Einblicke hinter die Kulissen und in den Bühnenbereich.
Eintritt für sieben Euro, Oper am Abend
Die Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung kostet sieben Euro. Im Eintrittspreis ist ein Geburtstagsgetränk enthalten.
Wer den Jubiläumstag mit einer Vorstellung fortsetzen möchte, kann um 19.30 Uhr Nino Rotas Oper „Der Florentiner Hut“ besuchen. Mit der Aktion „Bring your friends“ bietet das Theater zudem eine vergünstigte Möglichkeit für gemeinsame Besuche: Zu jeder Eintrittskarte zum regulären Preis können bis zu vier zusätzliche Tickets für jeweils 15 Euro erworben werden.
Wuppertaler Opernhaus feiert 70-jähriges Bestehen mit Einblicken hinter die Kulissen
Daniel H/CCA