Fachvortrag in Wuppertal beleuchtet islamistische Radikalisierung

Daniel H/CCA



Wuppertal. Wie nutzen islamistische Extremisten religiöse Inhalte, um Jugendliche zu beeinflussen und zu radikalisieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Fachvortrag des Polizeipräsidiums Wuppertal am 17. Dezember 2026. Im Mittelpunkt stehen Radikalisierungsprozesse, die Rolle sozialer Medien sowie Möglichkeiten der Prävention.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiter sowie Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Präventionsarbeit. Organisiert und moderiert wird der Nachmittag von Kriminalhauptkommissar Emre Türk, dem Kontaktbeamten für interkulturelle und -religiöse Angelegenheiten des Polizeipräsidiums Wuppertal.

Religion, Verfassung und Radikalisierung

Als Gastreferenten sind Prof. Dr. Cefli Ademi von der Universität Münster und Sevdanur Özcan vom Landesprogramm „Wegweiser im Bergischen Land“ eingeladen. Sie vermitteln zunächst grundlegende Kenntnisse über den Islam und dessen Verhältnis zur deutschen Rechtsordnung. Daran anschließend geht es um die Entstehung und Entwicklung religiös begründeter Radikalisierung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sozialen Medien. Dort können extremistische Akteure gezielt junge Menschen ansprechen, religiöse Inhalte für ihre Zwecke umdeuten und schrittweise Einfluss auf deren Weltbild nehmen. Der Vortrag soll dabei auch konkrete Ansätze vermitteln, mit denen Fachkräfte entsprechende Entwicklungen erkennen und präventiv reagieren können.

Ademi ist Rechtswissenschaftler und Islamrechtler und beschäftigt sich insbesondere mit islamischem Recht und Rechtsvergleichung. An der Universität Münster lehrt er in diesem Fachbereich. Seit 2024 ist er zudem Gründungsdirektor der Forschungsstelle für Verfassungsrechtsbildung – Religion im säkularen Rechtsstaat.

Özcan ist Religionspädagogin und arbeitet schwerpunktmäßig in der Extremismusprävention sowie zu Fragen des muslimischen Lebens in Deutschland. Sie ist für das nordrhein-westfälische Präventionsprogramm „Wegweiser im Bergischen Land“ tätig.

Veranstaltung im Polizeipräsidium

Der Fachvortrag findet am Donnerstag, 17. Dezember 2026, von 14 bis 16.30 Uhr im Polizeipräsidium Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 228, statt. Veranstaltungsort ist der Saal 300 in der dritten Etage.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 1. Dezember 2026 erforderlich. Bei der Anmeldung sollen die eigene Tätigkeit und die jeweilige Einrichtung angegeben werden.

Anmeldungen sind per E-Mail an emre.tuerk@polizei.nrw.de oder telefonisch unter 0202 2842023 möglich.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln stehen die Buslinie 611 mit der Haltestelle „Polizeipräsidium“ sowie die Schwebebahn mit der Haltestelle „Völklinger Straße“ zur Verfügung. Besucher werden gebeten, den gegenüberliegenden Supermarktparkplatz nicht zum Parken zu nutzen.

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