„Faust“ kehrt auf die Bühne des Theaters am Engelsgarten zurück

Atamari/CCA


Wuppertal. Das Schauspiel Wuppertal zeigt am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr erneut Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ im Theater am Engelsgarten. Die Inszenierung von Regisseur Nicolas Charaux ist inzwischen fest im Repertoire des Hauses verankert und geht in ihre vierte Spielzeit.
Charaux nähert sich dem klassischen Stoff aus einer Perspektive, die das Werk als Ausdruck eines kollektiven, insbesondere deutschen Bewusstseins betrachtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Formen die berühmten faustischen Versuchungen in einer von Krisen geprägten Gegenwart annehmen können. Goethes monumentales Werk, an dem der Dichter fast sechs Jahrzehnte arbeitete, überschreitet bewusst die Grenzen der klassischen Dramenform. Es verbindet politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen mit existenziellen Fragen des Menschen und entwirft damit ein Panorama der Welt und ihrer inneren Antriebe.
Die Inszenierung stellt dabei drei zentrale Prinzipien in den Mittelpunkt: den unstillbaren Drang nach Erkenntnis und Erfahrung, der mit der Figur Faust verbunden ist, die verneinende und berechnende Haltung Mephistos sowie das von Liebe, Glauben und Mitgefühl geprägte Gretchen-Prinzip. Zwischen diesen Polen bewegt sich die Hauptfigur, die aus beiden Gegensätzen Nutzen zu ziehen versucht.
Die Aufführung dauert rund eine Stunde und 45 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Für Schulklassen und Gruppen wird ein theaterpädagogisches Begleitangebot bereitgestellt. Ansprechpartnerin ist Theaterpädagogin Charlotte Arndt.
Regie führt Nicolas Charaux. Für Bühne und Kostüme zeichnet Pia Maria Mackert verantwortlich. Auf der Bühne stehen unter anderem Marie Lumpp, Julia Meier, Kevin Wilke, Konstantin Rickert, Thomas Braus und Stefan Walz.
Spielort ist das Theater am Engelsgarten an der Engelsstraße 18 in Wuppertal. Weitere Informationen und Termine sind auf der Internetseite des Schauspiel Wuppertal verfügbar.

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