Wuppertal. Der Schneeleopard Irbis aus dem Grünen Zoo Wuppertal ist am 9. April infolge einer akuten Verschlechterung seines Gesundheitszustands eingeschläfert worden. Das Tier erreichte ein Alter von 14 Jahren.
Bereits einen Tag zuvor hatte der Kater die Nahrungsaufnahme eingestellt und zeigte deutliche Anzeichen von Schwäche sowie Teilnahmslosigkeit. Trotz umgehend eingeleiteter tierärztlicher Maßnahmen verschlechterte sich sein Zustand weiter. Am darauffolgenden Vormittag war das Tier nicht mehr in der Lage aufzustehen und reagierte kaum noch auf äußere Reize.
Im Zuge einer weiterführenden Untersuchung unter Narkose wurden mehrere schwerwiegende gesundheitliche Probleme festgestellt, darunter stark erhöhte Nierenwerte. Angesichts der insgesamt schlechten Prognose entschieden die verantwortlichen Tierärzte, den Leoparden nicht mehr aus der Narkose erwachen zu lassen. Eine pathologische Untersuchung soll nun genauere Erkenntnisse zur Todesursache liefern.
Irbis wurde am 3. Mai 2012 im finnischen Zoo Ähtäri geboren und lebte seit Juli 2014 in Wuppertal. Gemeinsam mit der Schneeleopardin Aditi zog er drei Jungtiere auf und trug damit zum Erhalt der bedrohten Art bei. Nach dem Tod des Weibchens im März 2024 lebte er allein. Ein geplanter Umzug in einen anderen Zoo zur Vergesellschaftung mit einer gleichaltrigen Schneeleopardin konnte nicht mehr umgesetzt werden.
Mit dem Tod von Irbis endet die Haltung von Schneeleoparden im Grünen Zoo Wuppertal. Das bisherige Gehege wird künftig von den Karpatenluchsen Viktor und Missy genutzt. Das Zuchtpaar ist Teil eines koordinierten Programms mit dem Ziel, langfristig zur Wiederansiedlung des Luchses in Nordrhein-Westfalen beizutragen.
Grüner Zoo Wuppertal verliert Schneeleoparden Irbis
Daniel H/CCA