Wuppertal – Im Prozess um mehrere versteckte Waffenkammern in Remscheid hat das Landgericht Wuppertal zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts waren die 35 und 38 Jahre alten Männer am Handel mit Kriegswaffen beteiligt und wickelten Waffenverkäufe für den Hauptangeklagten ab.
Ein Angeklagter muss für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Der zweite wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Damit blieben die Richter unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte vier Jahre beziehungsweise zwei Jahre und zehn Monate Haft beantragt.
Angeklagte räumten Waffenverkäufe früh ein
Beide Männer hatten bereits zu Beginn des Verfahrens eingeräumt, Waffen verkauft zu haben. Nach ihren Angaben erfolgten die Geschäfte in Zusammenarbeit mit dem 60-jährigen Hauptangeklagten. Dieser soll die Waffen beschafft und anschließend über die beiden Männer weiterverkauft haben.
Zu den gehandelten Waffen gehörten unter anderem Skorpion-Maschinenpistolen. Für solche Waffen wurden den Ermittlungen zufolge mehrere tausend Euro pro Stück verlangt.
Vier Waffenkammern in einer Autowerkstatt
Der Hauptangeklagte steht im Mittelpunkt des Verfahrens. In seiner Remscheider Autowerkstatt sollen sich insgesamt vier verborgene Waffenkammern befunden haben. Bei den Ermittlungen wurden dort zahlreiche scharfe Kriegswaffen entdeckt.
Nach Darstellung der Anklage soll der 60-Jährige über die bereits festgestellten Geschäfte hinaus weitere Waffen liefern können haben. Das Verfahren gegen ihn wird getrennt von den nun abgeschlossenen Verfahren der beiden Händler fortgesetzt.
Dem Hauptangeklagten droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
Haftstrafen für zwei Waffenhändler aus Remscheid
Wtotal/CCA