Jürgen Klopp und Wuppertal: Erinnerungen an besondere Begegnungen

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Mit der Ernennung von Jürgen Klopp zum Bundestrainer verbindet sich aus Wuppertaler Sicht nicht nur die Hoffnung auf sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft. Auch in der bergischen Sportjournalisten-Szene ist Klopp seit vielen Jahren in positiver Erinnerung geblieben. Begegnungen aus unterschiedlichen Phasen seiner Laufbahn zeichnen das Bild eines Fußballfachmanns mit außergewöhnlichem Gedächtnis und großer Nähe zum Sport.

Bereits 2004 kam es im Rahmen der Verleihung der Fair-Play-Trophy des Verbandes Deutscher Sportjournalisten im Kölner E-Werk zu einer ersten Begegnung zwischen Klopp und dem Wuppertaler Sportjournalisten Klaus Göntzsche, Geschäftsführer des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten. Ausgezeichnet wurde der damalige Trainer des FSV Mainz 05 für sein besonnenes Verhalten nach zwei knapp verpassten Bundesliga-Aufstiegen. Trotz großer Enttäuschung hatte Klopp auf öffentliche Schuldzuweisungen gegenüber Gegnern oder Schiedsrichtern verzichtet.

Im Gespräch zeigte sich Klopp bestens über den Wuppertaler Fußball informiert. Er erinnerte sich detailliert an sein Tor beim Zweitligaspiel des FSV Mainz 05 gegen den Wuppertaler SV in der Saison 1992/93. Beim 1:3 im Stadion am Zoo erzielte er in der Schlussminute den einzigen Treffer der Gäste. Die Partie markierte zugleich das erste Heimspiel des WSV nach dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Vor rund 13.000 Zuschauern sorgten Sun-Hong Wang und Michael Tönnies mit ihren Treffern für große Fußballbegeisterung in Wuppertal. Ebenso präsent war Klopp der 3:1-Erfolg der Mainzer am Zoo zwei Jahre später.

Die damaligen WSV-Trainer waren Gerd vom Bruch beim Sieg 1992 sowie Michael Lorkowski bei der späteren Niederlage gegen Mainz. Zu den prägenden Wegbegleitern Klopps zählte in dieser Zeit außerdem Wolfgang Frank, dessen moderne Spielphilosophie den späteren Bundestrainer nachhaltig beeinflusste. Frank war 2008 für wenige Monate Cheftrainer des Wuppertaler SV.

Zu einer weiteren Begegnung kam es im März 2011, als Borussia Dortmund unter Klopp zu einem Freundschaftsspiel im Stadion am Zoo gastierte. Im Gespräch mit der Wuppertaler Rundschau erinnerte sich der Dortmunder Trainer erneut an seinen Treffer in Wuppertal und zeigte sich zugleich bestens über die damalige Ligazugehörigkeit des WSV informiert. Auch Vereinsgrößen wie Günter Pröpper, Horst Szymaniak und Erich Ribbeck gehörten zu den Namen, die Klopp aus der Geschichte des Wuppertaler Fußballs präsent hatte.

Positive Erinnerungen verbindet auch der Wuppertaler ZDF-Sportmoderator Martin Schneider mit dem neuen Bundestrainer. Während der Weltmeisterschaft 2006 und der Europameisterschaft 2008 arbeitete Schneider mit Klopp zusammen, der damals als TV-Experte für das ZDF tätig war. Bereits in dieser Rolle überzeugte Klopp durch seine Fähigkeit, taktische Zusammenhänge verständlich und präzise zu vermitteln. Seine offene Art, sein Fachwissen und seine authentische Persönlichkeit machten ihn früh zu einer prägenden Stimme der Fußballberichterstattung. Die Verpflichtung durch das ZDF erwies sich rückblickend als großer Gewinn für die Sportredaktion.

Nach Einschätzung Schneiders hat sich Klopp trotz seiner internationalen Erfolge seinen Charakter bewahrt. Er gilt weiterhin als authentisch, sozial engagiert und nahbar. An ein gemeinsames Fußballspiel mit einer ZDF-Auswahl im Jahr 2008 erinnert sich Schneider ebenfalls. Neben Johannes B. Kerner und Béla Réthy stand auch Klopp auf dem Platz, dessen Stärken nach übereinstimmender Einschätzung jedoch schon damals deutlich mehr in der Analyse des Spiels als in der eigenen aktiven Rolle lagen.

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