Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat die Ermittlungen im Fall zweier enthaupteter Kängurus im Tierpark Fauna in Solingen intensiviert. Die grausame Tat ereignete sich kurz vor dem Osterfest 2025 und wirft zahlreiche Fragen auf. Die zuständigen Behörden prüfen den Vorfall nun als schwerwiegendes Delikt gegen das Tierschutzgesetz.
Zunächst wurde ein Angriff durch ein Raubtier als mögliche Ursache in Betracht gezogen. Eine detaillierte Untersuchung durch die auf Tierschutzdelikte spezialisierte Fachabteilung der Staatsanwaltschaft Wuppertal widerlegte diese Annahme jedoch. Basierend auf der Art und Schwere der Verletzungen gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass ein Mensch die Tiere vorsätzlich getötet hat. Die Analyse legt nahe, dass ein scharfes Schneidwerkzeug verwendet wurde, um die Köpfe der Tiere zu entfernen. Der Täter entwendete die abgetrennten Köpfe anschließend vom Tatort.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurden Überwachungsaufnahmen des Tierparks ausgewertet. Auf den Aufzeichnungen ist eine männliche Person zu erkennen, die sich außerhalb der regulären Öffnungszeiten Zugang zum Gelände verschafft und gezielt das Gehege der Kängurus aufgesucht hatte. Die zeitliche Nähe dieses Vorfalls zur Tat wird von den Ermittlern als bedeutsam eingestuft.
Die Staatsanwaltschaft bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Personen, die in der Zeit um Ostern 2025 einen Mann mit auffälligen Blutspuren an den Händen oder an der Kleidung im Raum Solingen gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Ebenso wird um Hinweise gebeten, falls jemand Beobachtungen gemacht hat, die auf ein mögliches Tatmotiv oder den Verbleib der entwendeten Känguruköpfe schließen lassen.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Wuppertal unter der Rufnummer 0202/284-0 entgegen.
Kängurus im Tierpark Fauna enthauptet – Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt wegen Tierquälerei
PotMart186/CCA