Es ist eigentlich wie jedes Jahr: Bis zuletzt bangen die Wuppertaler Karnevalisten um „ihren“ Rosensonntagszug, so ein Bericht der Westdeutschen Zeitung (WZ). In diesem Jahr geht das Zittern bis zum 11. Februar, dann steht der Höhepunkt der Karnevalssession 2018 in der Bergischen Metropole auf dem närrischen Kalender. Wilfried Michaelis, Präsident des für den Zug verantwortlichen Carneval Comitee Wuppertal (CCW) erklärte gegenüber der WZ: „Wir beschließen im März (des Vorjahres, Red.), dass es einen Zug geben soll, aber bis kurz vor 12 Uhr am Rosensonntag schwitze ich, ob es klappt.“

Bis zu 9.000 Euro Kosten

Die größte Hürde, die zu nehmen ist, sind die Kosten. Absperrung, Rettungsdienst, Verkehrskadetten – alles muss das CCW bezahlen. Diese Summe beziffert Michaelis mit 8.000 bis 9.000 Euro, wie die WZ berichtet. Der CCW-Präsident wird von dem Blatt weiter so zitiert: „Die Zugänge zum Zug müssen abgesperrt und Umleitungen eingerichtet werden. Die Stadt Wuppertal unterstützt das CCW jährlich mit 2.500 Euro.“ Den Rest muss das CCW durch Spenden und Mitgliedsbeiträge decken.

Ratingen stellt 15.000 Euro zur Verfügung

Im Vergleich der umliegenden Städte, in denen der Karneval allerdings allein durch die größere Nähe zu den Hochburgen am Rhein einen höheren Stellenwert besitzt, liegt Wuppertal hier deutlich zurück. Die Stadt Ratingen unterstützt zwei Karnevalszüge, den Rosenmontagszug und den Umzug der närrischen Kinder durch den Ortsteil Lintorf. Dafür stellt der Kämmerer insgesamt knapp 15.000 Euro zur Verfügung. Mit 3.600 Euro unterstützt die Stadt Solingen den Festausschuss Solinger Karneval.