In Nordrhein-Westfalen läuft seit den frühen Morgenstunden ein groß angelegter Polizeieinsatz gegen die Rockergruppierung Hells Angels. Unter der Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf sind mehr als tausend Einsatzkräfte landesweit tätig. Durchsuchungen erfolgen in insgesamt 28 Städten, darunter auch im Bereich des Polizeipräsidiums Wuppertal.
Auslöser der Maßnahmen ist die Umsetzung eines vom nordrhein-westfälischen Innenministerium erlassenen Vereinsverbots gegen einen in Leverkusen ansässigen Zusammenschluss der Gruppierung. Parallel dazu werden Vollstreckungsmaßnahmen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie räuberischer Erpressung. Ziel der Einsätze ist die Sicherstellung von Beweismitteln in den durchsuchten Objekten.
Im Zuge der Maßnahmen wurde in Langenfeld ein 46 Jahre alter Beschuldigter festgenommen. Weitere Erkenntnisse zu möglichen Strukturen und Beteiligungen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
An dem Einsatz sind neben dem Polizeipräsidium Düsseldorf zahlreiche weitere Polizeibehörden aus Nordrhein-Westfalen beteiligt, darunter unter anderem Kräfte aus Köln, Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum, Wuppertal und weiteren Kreispolizeibehörden. Zusätzlich werden Spezialeinheiten und die Bereitschaftspolizei eingesetzt.
Die Ermittlungen und polizeilichen Maßnahmen dauern an.
Landesweiter Polizeieinsatz gegen Hells Angels – Durchsuchungen in 28 Städten
Daniel H/CCA