Stadt Wuppertal stellt kostenlose Symbole für barrierefreie Veranstaltungen bereit

Wtotal/CCA


Die Stadt Wuppertal erweitert ihr Angebot zur Förderung von Inklusion und Barrierefreiheit. Das Sozialamt stellt ab sofort kostenfrei nutzbare Piktogramme zur Verfügung, mit denen Veranstalter die Zugänglichkeit ihrer Angebote einheitlich kennzeichnen können.

Nach Angaben der Verwaltung schließen die neuen Symbole eine bislang bestehende Lücke. Viele der bisher verfügbaren Kennzeichnungen seien urheberrechtlich geschützt, kostenpflichtig oder nur eingeschränkt an individuelle Gestaltungsanforderungen anpassbar. Zudem seien sie häufig nicht unter Beteiligung der betroffenen Zielgruppen entwickelt worden. Die nun veröffentlichten Piktogramme entstanden dagegen in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen.

Grundlage der Initiative sind die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention sowie des Behindertengleichstellungsgesetzes. Diese verpflichten öffentliche Stellen dazu, Barrierefreiheit nicht nur umzusetzen, sondern auch transparent sichtbar zu machen.

Mit dem neuen Angebot verfolgt die Stadt das Ziel, Informationsbarrieren abzubauen und die Teilhabe am öffentlichen Leben zu erleichtern. Sozialdezernentin Annette Berg betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung leicht zugänglicher und kostenfreier Werkzeuge für eine inklusive Stadtgesellschaft. Die gemeinsame Entwicklung der Symbole mit Menschen mit Behinderungen sei dabei ein wichtiger Schritt, um inklusive Strukturen dauerhaft zu verankern.

Von der kostenlosen Bereitstellung profitieren insbesondere Vereine, Initiativen und kleinere Veranstalter, die ihre Angebote ohne zusätzliche Kosten als barrierefrei kennzeichnen können. Zur Unterstützung bei der Anwendung stellt das Inklusionsbüro zudem eine Checkliste bereit. Diese enthält die wesentlichen Kriterien für die barrierefreie Durchführung von Veranstaltungen und soll eine sachgerechte Nutzung der Symbole gewährleisten.

Darüber hinaus bietet das Inklusionsbüro Beratung zur Umsetzung barrierefreier Veranstaltungen an und informiert über den verantwortungsvollen Einsatz der neuen Kennzeichnungen. Die Piktogramme sowie die begleitende Checkliste stehen auf der Internetseite des Inklusionsbüros zum Download bereit.

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