Wuppertal. Rund drei Wochen nach der Eröffnung zieht das Team des Clubs „Relikt“ an der Gathe eine erste positive Bilanz. Trotz technischer Anlaufschwierigkeiten und einzelner organisatorischer Probleme wurde das neue Angebot von den Besuchern überwiegend gut angenommen. Die Betreiber sehen sich nach den ersten Veranstaltungen auf einem guten Weg und arbeiten bereits an weiteren Verbesserungen.
Vor allem beim Einlass kam es während der Eröffnungsveranstaltungen zu Verzögerungen. Ursache waren Probleme mit der Scanner-Software sowie die zunächst ungewohnte Bedienung des neu installierten Kassensystems. Hinzu kam, dass das vorgesehene Kartenlesegerät zum Start noch nicht zur Verfügung stand. Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten behoben worden waren, verlief der Einlass deutlich reibungsloser.
Auch die Belüftung bereitete zunächst Probleme. Trotz bereits durchgeführter Reparaturen entwickelte sich insbesondere während der ersten Veranstaltung eine hohe Wärmebelastung in den Räumen. Das Team nahm daraufhin weitere Anpassungen an der Lüftungsanlage vor, wodurch sich die Situation bei der folgenden Veranstaltung bereits spürbar verbesserte. Für die kommende Sommersaison sind zusätzliche technische Optimierungen vorgesehen.
Nach Angaben der Betreiber fiel das Feedback der Besucher größtenteils positiv aus. Kritische Rückmeldungen habe es nur vereinzelt gegeben. Diese würden jedoch als hilfreiche Hinweise verstanden, um Abläufe kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Aufenthalt für die Gäste weiter zu verbessern.
Vereinzelt wurde außerdem eine höhere Lautstärke der Musik gewünscht. Den Betreibern sind jedoch aufgrund geltender Vorgaben Grenzen gesetzt, die nicht überschritten werden können.
Um den Besuch möglichst unkompliziert zu gestalten, setzt der Club auf ein Prepaid-System. Besucher können Guthaben auf ein Bezahlarmband laden und sämtliche Ausgaben innerhalb des Clubs darüber abrechnen. Nicht genutztes Guthaben wird am Ende des Abends ausgezahlt.
Die ersten Veranstaltungen dienten zugleich als organisatorischer Testlauf. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, Arbeitsabläufe zu erproben und das Zusammenspiel des Personals unter realen Bedingungen zu testen. Aus Sicht der Betreiber funktionierte die Zusammenarbeit trotz der kurzen Vorbereitungszeit außergewöhnlich gut und trug wesentlich zum erfolgreichen Ablauf der Veranstaltungen bei.
Positiv bewertet wird außerdem die Unterstützung innerhalb der Wuppertaler Clubszene. Vertreter anderer Veranstaltungsorte hätten den Start des neuen Clubs begleitet und damit ihre Verbundenheit zur lokalen Kulturlandschaft gezeigt.
Eine belastbare wirtschaftliche Bewertung des Betriebs ist nach Einschätzung der Betreiber derzeit noch nicht möglich. Ob sich das Konzept langfristig trägt, werde sich erst in den kommenden Monaten zeigen.
Spätestens ab September soll das Veranstaltungsprogramm deutlich ausgeweitet werden. Geplant sind regelmäßig stattfindende Formate mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Darüber hinaus laufen bereits Gespräche mit weiteren Kultureinrichtungen über mögliche Kooperationen.
Neuer Club an der Gathe sammelt nach dem Start wichtige Erfahrungen
Wjatscheslaw Argenberg/CCA