Oberbürgermeisterin übernimmt Verantwortung für das Pina-Bausch-Zentrum

Miriam Scherff,Facebook/CCA


Die Stadt Wuppertal bündelt die Steuerung des geplanten Pina-Bausch-Zentrums künftig direkt im Büro der Oberbürgermeisterin. Miriam Scherff hat das Vorhaben zur Chefsache erklärt und übernimmt die politische Gesamtverantwortung für die weitere Umsetzung.
Der Schritt folgt auf personelle Veränderungen in der Kulturverwaltung. Der bisher zuständige Dezernent Matthias Nocke war in der Ratssitzung Ende Januar 2026 nicht erneut gewählt worden. Nach Einschätzung der Stadt hat er den Entwicklungsprozess maßgeblich angestoßen und entscheidend dazu beigetragen, das ehemalige Schauspielhaus als künftigen Standort eines international ausgerichteten Tanzzentrums zu etablieren, das dem Werk der Choreografin Pina Bausch gewidmet ist.
Vorgesehen ist eine umfassende bauliche Neuordnung des Areals. Neben der Sanierung des historischen Schauspielhauses und der Aufarbeitung des Soppschen Pavillons soll ein Erweiterungsbau mit einem großen Performance-Hof entstehen. Mit der direkten Zuständigkeit der Verwaltungsspitze soll die Bedeutung des Projekts gegenüber Fördermittelgebern von Land und Bund sowie gegenüber Kritikern unterstrichen werden.
Im Planungsprozess steht zur Jahresmitte der Abschluss der dritten Leistungsphase an. Ein bereits Ende 2025 eingereichter Teilantrag beim Bund wurde als form- und fristgerecht bestätigt und gilt als prüffähig. Zugleich wurde signalisiert, dass die Leistungsphasen vier und fünf vorgezogen werden können, ohne die Förderfähigkeit zu beeinträchtigen.
Nach derzeitiger Zeitplanung könnte die vierte Leistungsphase bis Ende August abgeschlossen werden. Bei entsprechender Beschlusslage des Rates im September soll anschließend die erste Ausführungsplanung beginnen. Der Gesamtantrag für das Projekt ist bis zum Jahresende vorgesehen.
Bauherr ist das Gebäudemanagement Wuppertal, die Projektleitung innerhalb der Stadt liegt bei Anke Vaupel. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Arbeiten nun mit deutlich erhöhtem Tempo weitergeführt werden können.

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