In der Unterbarmer Hauptkirche wird am Freitag, 7. November 2025, ab 17 Uhr erneut ein ökumenischer Gottesdienst für unbedacht verstorbene Wuppertaler gehalten. Bei dieser Feier werden die Namen der Verstorbenen verlesen und für jeden von ihnen Kerzen entzündet. Der Gedenkgottesdienst findet zweimal jährlich statt und wird von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam mit der Stadt organisiert.
Der Gottesdienst soll all jenen Menschen gewidmet sein, die ohne Angehörige, Freunde oder eine persönliche Trauerfeier gestorben sind. Unter dem Begriff „unbedacht verstorben“ werden Personen zusammengefasst, deren Tod keine öffentliche oder familiäre Aufmerksamkeit erfährt. Das Gedenken soll diesen Menschen Würde und Aufmerksamkeit zurückgeben und daran erinnern, dass jedes Leben Bedeutung hat.
Aus kirchlicher Sicht ist der Abschied ein Ausdruck des Respekts vor der Einzigartigkeit jedes Menschenlebens. Die Feier versteht sich daher nicht nur als stilles Erinnern, sondern auch als Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung. Sie soll dazu anregen, Einsamkeit und soziale Ausgrenzung frühzeitig wahrzunehmen und ihnen entgegenzuwirken.
Hinter den Namen der Verstorbenen verbergen sich oftmals Schicksale, die von Alter, Krankheit, sozialer Isolation oder Armut geprägt waren. Manche von ihnen haben im hohen Alter ihre letzten Angehörigen überlebt, andere verloren den Kontakt zu ihrer Familie durch Konflikte, Sucht oder Lebensumstände, die sie entfremdeten. Auch Wohnungslosigkeit oder Vereinsamung spielen dabei häufig eine Rolle.
Mit dem ökumenischen Gottesdienst will die Stadtgesellschaft ein Zeichen setzen – für die Achtung vor dem Leben und die Erinnerung an jene, die im Stillen gegangen sind.
Ökumenischer Gottesdienst in der Unterbarmer Hauptkirche: Erinnerung an unbedacht Verstorbene
Photo by klickblick on Pixabay