Wuppertal-Vohwinkel. Im Rahmen eines groß angelegten Ermittlungsverfahrens gegen ein mutmaßlich international organisiertes Netzwerk für den illegalen Handel mit E-Zigaretten haben Einsatzkräfte am Mittwochmorgen, 16. September, auch ein Objekt am Heinrich-Bammel-Weg in Wuppertal-Vohwinkel durchsucht. An dem bundesweiten Einsatz waren neben der Polizei unter anderem die Zollfahndung und weitere Ermittlungsbehörden beteiligt.
Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen soll die Gruppierung große Mengen nikotinhaltiger Einweg-E-Zigaretten aus China nach Deutschland gebracht und anschließend ohne die erforderliche Versteuerung weiterverkauft haben. Das Bergische Land soll dabei zu den wichtigsten Vertriebs- und Tätigkeitsgebieten des Netzwerks gehört haben. Die Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen gemeinsam mit der ZeOS NRW geführt.
23 Beschuldigte im Visier der Ermittler
Das Verfahren richtet sich gegen insgesamt 23 Beschuldigte. Darunter befindet sich nach Angaben der Ermittlungsbehörden auch eine chinesische Herstellergruppe. Gegen weitere 19 Beschuldigte, die in Deutschland ansässig sein sollen, wird ebenfalls ermittelt.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge wurden zwischen Januar 2024 und März 2025 mehr als 7,6 Millionen E-Zigaretten nach Deutschland eingeführt, ohne ordnungsgemäß versteuert worden zu sein. Der mögliche Schaden für die Verbrauchsteuer wird auf rund 33,3 Millionen Euro beziffert.
Rund 600.000 E-Zigaretten beschlagnahmt
Bei den Durchsuchungen gingen die Ermittler zudem gegen mehrere Beschuldigte vor. Insgesamt wurden 13 Haftbefehle vollstreckt. Außerdem stellten die Einsatzkräfte mehr als 100 Paletten mit rund 600.000 E-Zigaretten sicher. Allein auf diese Waren soll ein möglicher Steuerschaden von etwa vier Millionen Euro entfallen.
Neben den E-Zigaretten wurden Vermögenswerte im Gesamtwert von mehr als 2,25 Millionen Euro beschlagnahmt. Dazu zählen vier Immobilien, Luxusuhren, Goldbestände, Bargeld sowie ein hochwertiges Fahrzeug. Zusätzlich ließen die Behörden 37 Bankkonten pfänden.
Vorwurf der bandenmäßigen Steuerhinterziehung
Den Beschuldigten werden unter anderem bandenmäßige Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei vorgeworfen. Für entsprechende Straftaten sieht das Gesetz Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor.
Die Ermittlungen dauern an. Für sämtliche Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Razzia gegen mutmaßlichen Vape-Schmuggel: Ermittler durchsuchen Objekt in Wuppertal-Vohwinkel
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