Die Stadt Wuppertal startet in Heckinghausen ein Projekt zur Aktivierung unbebauter Grundstücke für den Wohnungsbau. Eigentümer solcher Flächen erhalten in den kommenden Tagen Post von der Verwaltung – vorausgesetzt, ihr Grundstück liegt innerhalb des Stadtbezirks und ist bereits an die Infrastruktur angeschlossen.
Ziel der Initiative ist es, die wachsende Nachfrage nach Wohnbauflächen vorrangig innerhalb bestehender Siedlungsgebiete zu decken. Damit folgt die Stadt der im Baugesetzbuch festgelegten Vorgabe, die Innenentwicklung vor der Ausweisung neuer Baugebiete zu priorisieren.
Im Vorfeld wurden sämtliche potenziell bebaubaren Flächen in Heckinghausen erfasst. Aus diesen Daten hat die Stadt ein nicht öffentliches Baulückenkataster erstellt. Grundstückseigentümer werden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und mitzuteilen, ob sie sich eine Bebauung ihrer Fläche vorstellen können. Im Gegenzug bietet die Stadtverwaltung eine umfassende Beratung durch die Abteilung Stadtentwicklung an.
Auch Eigentümer, die nicht direkt angeschrieben wurden, können über das Portal wuppertal.de/Bauluecken einen Online-Fragebogen einreichen. Dieses Angebot richtet sich an Personen, die in Heckinghausen Baulücken oder ungenutzte Grundstücke besitzen und Interesse an einer Prüfung der Bebauungsmöglichkeiten haben.
Das Projekt in Heckinghausen ist Teil einer stadtweiten Strategie zur Innenentwicklung, die der Rat 2020 beschlossen hat. Bereits 2021 wurde in Ronsdorf ein Pilotversuch durchgeführt, der auf positive Resonanz stieß. In den Folgejahren wurden ähnliche Aktionen erfolgreich in Uellendahl-Katernberg, Vohwinkel, Cronenberg und Elberfeld-West umgesetzt.
Stadt Wuppertal sucht ungenutzte Bauflächen in Heckinghausen
Danielh/CCA