CDU und FDP fordern Verlegung der Suchthilfeeinrichtung am Döppersberg – Linke und Jusos warnen vor einer Verdrängung des Problems
In Wuppertal ist ein neuer politischer Konflikt über den Standort des Café Cosa am Döppersberg entbrannt. Die Elberfelder CDU-Fraktion und die FDP sprechen sich für eine Verlegung der Suchthilfeeinrichtung aus. Nach ihrer Einschätzung hat sich die Situation rund um den derzeitigen Standort so entwickelt, dass das Sicherheitsgefühl vieler Bürger beeinträchtigt werde.
Als möglichen Ersatzstandort bringen CDU und FDP die Drogenhilfeeinrichtung „Gleis 1“ ins Gespräch. Dort befindet sich bereits ein Drogenkonsumraum. Die Einrichtung liegt rund 200 Meter vom Busbahnhof entfernt und ist nach Angaben der Befürworter eines Umzugs deutlich weniger einsehbar.
Kritik von Jusos und Linken
Die Forderung nach einer Verlagerung stößt auf Widerstand bei den Wuppertaler Jusos und der Linken. Sie sehen die Gefahr, dass die bestehenden Probleme lediglich an einen anderen Ort verschoben werden. Ein Standortwechsel allein könne die Situation rund um den Drogenkonsum und die Suchthilfe nicht nachhaltig lösen.
Nach ihrer Auffassung braucht Wuppertal stattdessen ein umfassendes Konzept für die Suchthilfe in der Innenstadt. Dabei müssten sowohl die Bedürfnisse suchtkranker Menschen als auch die Interessen der Anwohner und anderer Bürger berücksichtigt werden.
Der politische Streit dreht sich damit nicht nur um die Frage, wo das Café Cosa künftig angesiedelt sein könnte. Im Mittelpunkt steht auch der grundsätzliche Umgang der Stadt mit Drogenkonsum, öffentlichem Raum und Suchthilfe im Zentrum Wuppertals.
Streit um Standort des Drogencafés in Wuppertal
-wuppertaler /CCA