Wuppertal. Tino Brüning steht weiterhin an der Spitze des Bezirksverbands Düsseldorf der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Der 56-Jährige wurde für weitere vier Jahre im Amt bestätigt und bleibt damit auch für Wuppertal zentraler Ansprechpartner der Gewerkschaft für Beschäftigte in Baugewerbe, Gebäudereinigung sowie Land- und Forstwirtschaft.
Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in Wuppertal rund 1.670 Menschen im Bauhauptgewerbe tätig. Hinzu kommen etwa 2.980 Beschäftigte in der Gebäudereinigung. Brüning vertritt damit eine große Zahl von Arbeitnehmern aus Branchen, die für die regionale Wirtschaft von erheblicher Bedeutung sind.
Der Gewerkschafter verfügt selbst über langjährige Erfahrung im Bau- und Baustoffbereich. Er ist gelernter Dachdecker und arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten in der Baustoffbranche. Innerhalb der IG BAU engagiert er sich darüber hinaus als Fachgruppenvorsitzender der Kalk- und Dolomitindustrie in Wuppertal und wirkt in der Tarifkommission mit.
In seiner Funktion als Bezirksvorsitzender sieht Brüning die Stärkung von fairen Arbeitsbedingungen und angemessener Bezahlung als zentrale Aufgabe. Aus seiner Sicht lassen sich Verbesserungen für Beschäftigte nur erreichen, wenn Arbeitnehmer ihre Interessen gemeinsam vertreten und sich in gewerkschaftlichen Strukturen organisieren.
Die IG BAU will sich nach seinen Worten weiterhin aktiv in politische Diskussionen einbringen. Entscheidungen der Bundesregierung hätten häufig unmittelbare Auswirkungen auf Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklungen in der Region. Besonders im Wohnungsbau sieht Brüning erheblichen Handlungsbedarf. Er fordert stärkere Unterstützung des Bundes, um den Bau bezahlbarer Wohnungen sowie den Ausbau des sozialen Wohnungsbaus voranzubringen.
Ein weiteres Anliegen ist aus seiner Sicht eine stärkere Verbreitung von Tarifverträgen. Tariflöhne sollten zur Regel werden, da davon viele Beschäftigte profitieren würden.
Zugleich warnt Brüning vor politischen Vorstößen, die aus Sicht der Gewerkschaft zusätzliche Belastungen für Arbeitnehmer bedeuten könnten. Diskussionen über Einschränkungen bei der Lohnfortzahlung, eine Abkehr vom Acht-Stunden-Tag oder eine Anhebung des Renteneintrittsalters stoßen bei ihm auf deutliche Kritik. Besonders in körperlich anspruchsvollen Berufen wie im Bauhandwerk sei es für viele Beschäftigte bereits heute schwierig, bis zum regulären Renteneintrittsalter zu arbeiten.
Statt sozialpolitischer Einschnitte fordert Brüning Reformen, die langfristig eine stabile und gerechte Altersversorgung sichern. Eine verlässliche und auskömmliche Rente sei für viele Arbeitnehmer von zentraler Bedeutung.
Tino Brüning bleibt Vorsitzender der IG BAU für die Region Wuppertal
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