Wärmeplanung in Wuppertal: Klimaneutrales Heizen bis 2045 im Fokus

Daniel H/CCA


Die Umstellung der Wärmeversorgung auf klimaneutrale Systeme bis zum Jahr 2045 stellt die Stadt Wuppertal vor erhebliche Herausforderungen. Im Zentrum der aktuellen Beratungen im Umweltausschuss steht die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung, die den Rahmen für diesen Transformationsprozess vorgibt.
Alle Kommunen sind verpflichtet, entsprechende Konzepte zu erarbeiten. In Wuppertal liegt ein solcher Plan bereits vor, lässt jedoch zentrale Fragen offen. So wurde bislang nicht untersucht, inwieweit der flächendeckende Umstieg auf erneuerbare Energien wirtschaftlich tragfähig ist.
Der vorgelegte Wärmeplan sieht eine deutliche Umstrukturierung der Heizsysteme vor. Demnach sollen künftig rund 12 Prozent der Gebäude mit Holzpelletheizungen versorgt werden. Weitere 15 Prozent sind für den Anschluss an Nah- oder Fernwärmenetze vorgesehen. Der überwiegende Anteil von 73 Prozent soll über Wärmepumpen beheizt werden.
Gerade bei der vorgesehenen Verbreitung von Wärmepumpen zeigt sich jedoch eine erhebliche Diskrepanz zwischen Planung und aktueller Entwicklung. Um die Zielvorgaben zu erreichen, müsste die Zahl der jährlich installierten Anlagen deutlich gesteigert werden. Konkret wäre ein Ausbau erforderlich, der mehr als doppelt so hoch liegt wie die derzeitigen Installationsraten in vergleichbaren Städten bundesweit.
Die Beratungen im Ausschuss dürften sich daher nicht nur auf die technischen Zielvorgaben konzentrieren, sondern auch auf die Umsetzbarkeit der Maßnahmen unter den gegebenen wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen.

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