Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs in Wuppertal müssen sich am Dienstag, 10. März 2026, auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Busse und Schwebebahnen werden an diesem Tag voraussichtlich nicht verkehren.
Der Arbeitskampf steht im Zusammenhang mit der laufenden Tarifrunde für rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Neben Wuppertal sind auch weitere Verkehrsunternehmen in der Region betroffen. Dazu zählen unter anderem die Rheinbahn in Düsseldorf und im Kreis Mettmann, die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen und Remscheid sowie das Verkehrsunternehmen wupsi in Leverkusen und Bergisch Gladbach. Der Streik soll von der Früh- bis zur Spätschicht andauern. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von den Maßnahmen nicht betroffen.
Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern war am 3. März in Bochum ohne Ergebnis beendet worden. Nach Darstellung der Gewerkschaft liegt bislang kein konkretes Angebot der Arbeitgeber zu den Forderungen der Beschäftigten vor. Stattdessen hätten die Arbeitgeber Vorschläge unterbreitet, die aus Sicht der Arbeitnehmerseite Verschlechterungen bei bestehenden Regelungen vorsehen, etwa bei Krankengeldleistungen und Zuschlägen für Nachtarbeit.
Vertreter der Gewerkschaft weisen darauf hin, dass die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr eine zentrale Rolle für die Mobilität der Bevölkerung einnehmen und zugleich verlässliche Arbeitsbedingungen benötigen. Dazu gehörten angemessene Arbeitszeiten sowie ausreichende Ruhezeiten. Innerhalb der Belegschaften wachse daher der Unmut über den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen.
Warnstreik legt Wuppertaler Nahverkehr am Dienstag lahm
DanielH/CCA