Am letzten Dienstag, den 12. August, war Welt-Elefanten-Tag – auch im Grünen Zoo Wuppertal, wo derzeit sechs Afrikanische Elefanten leben. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt diese Art als stark gefährdet.
Obwohl die Wilderei weiterhin eine erhebliche Bedrohung darstellt, sehen sich viele Elefanten in ihrem natürlichen Habitat mit einer noch größeren Herausforderung konfrontiert: dem Konflikt mit Menschen.
Durch das enorme Bevölkerungswachstum dringt der Mensch mit Feldern, Weiden und Siedlungen immer weiter in den Lebensraum der Elefanten ein. Dadurch werden wichtige Wanderrouten der Elefanten zu Wasser und Nahrung abgeschnitten. Auf der Suche nach Futter dringen Elefanten dann wiederum in landwirtschaftlich genutzte Flächen ein und zerstören Ernten, woraufhin Bauern die Tiere vertreiben oder sogar bejagen, um ihre Felder zu schützen.
Der Grüne Zoo engagiert sich aktiv für den Schutz dieser bedrohten Tierart. Über den sogenannten Naturschutzeuro und in Zusammenarbeit mit dem Zoo-Verein Wuppertal unterstützt der Zoo die Big Life Foundation, eine Artenschutzorganisation in Ostafrika, die über 1,6 Millionen Hektar Wildnis schützt.
Die Big Life Foundation setzt sich unter anderem dafür ein, Mensch-Tier-Konflikte zu verhindern. So werden beispielsweise Schutzzäune errichtet, um Elefanten vom Betreten der Felder abzuhalten. Zudem hat die Organisation große Flächen Land von der lokalen Bevölkerung gepachtet und geschützte Korridore errichtet, die es den Elefanten und auch anderen Wildtieren ermöglichen, sicher durch von Menschen besiedelte Gebiete zu wandern.
Darüber hinaus koordiniert der Grüne Zoo das Europäische Ex-situ-Programm (EEP) des Zooverbands EAZA für den Afrikanischen Elefanten. Durch regelmäßige Nachzuchten leistet der Zoo so einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer Reservepopulation.
Auch die Forschung an Zoo-Elefanten kann ihren wilden Artgenossen zugutekommen: So wurde beispielsweise im Zoo ermittelt, wie hoch Hochspannungsmasten sein müssen, damit selbst große Elefantenbullen sie nicht erreichen können – eine Fragestellung, die sich im Freiland nur schwer hätte untersuchen lassen.
Welt-Elefanten-Tag im Grünen Zoo
Foto: Grüner Zoo Wuppertal