Wuppertal – Die Stadt Wuppertal hat den Tod des Kommunalpolitikers Ralf Geisendörfer bekannt gegeben. Er war stellvertretender Vorsitzender der Wählergemeinschaft für Wuppertal/Freie Wähler (WfW/FW) und sollte im Wahlbezirk 05 Grifflenberg für die Ratswahl antreten. Aufgrund seines plötzlichen Ablebens wird die Wahl in diesem Bezirk vorerst nicht stattfinden, da kein Ersatzkandidat auf der Reserveliste benannt wurde. Eine Nachwahl ist erforderlich und wird von der Bezirksregierung Düsseldorf terminiert. Die Wählergemeinschaft strebt an, zeitnah einen neuen Bewerber zu benennen, um die Teilnahme am ursprünglich angesetzten Wahltermin am 14. September zu ermöglichen.
Ralf Geisendörfer lebte mehr als dreißig Jahre in Wuppertal und betrachtete die Stadt als seine Heimat. Der gebürtige Würzburger war ausgebildeter Buchhändler und führte viele Jahre den Familienbetrieb Schöningh an der Friedrich-Ebert-Straße, den er 2012 schloss. Politisch war er über zwei Jahrzehnte Mitglied der CDU, bevor er sich im Jahr 2020 den Freien Wählern anschloss. Dort war er unter anderem im Betriebsausschuss Gebäudemanagement, im Rechnungsprüfungsausschuss sowie im Ausschuss für Finanzen aktiv.
In der politischen Arbeit setzte er sich insbesondere für das Stadtbild Wuppertals ein und sprach sich gegen größere Infrastrukturprojekte wie die geplante Seilbahn und die Bundesgartenschau (BUGA) aus. Innerhalb seiner Partei galt Geisendörfer als engagierter Mitgestalter, der durch klare Positionen, Sachorientierung und kommunalpolitische Initiative Impulse setzte.
Sein Tod stellt für die Wählergemeinschaft sowie für die kommunalpolitische Landschaft in Wuppertal einen spürbaren Verlust dar.
Wuppertal trauert um Ralf Geisendörfer – Ratswahl im Wahlbezirk Grifflenberg abgesagt
Anka/CCA